Alexander Martinez als Schweizer Zugpferd
publiziert: Donnerstag, 6. Sep 2007 / 00:00 Uhr

Dreispringer Alexander Martinez ist am Freitag bei «Weltklasse Zürich» im neuen Letzigrund die Schweizer Hauptattraktion. Insgesamt nehmen im internationalen Programm vier Einheimische in einer Einzeldisziplin teil.

Alexander Martinez zeigte schon in Osaka eine gute Leistung.
Alexander Martinez zeigte schon in Osaka eine gute Leistung.
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Martinez ist derzeit neben dem Bronzemedaillen-Gewinner im Marathon, Vitkor Röthlin, das Aushängeschild der Schweizer Leichtathletik. Dies bestätigte der gebürtige Kubaner Ende August an den Weltmeisterschaften in Osaka mit dem 8. Platz.

Der Sprung in die Top 8 verdeutlicht das Potenzial von Martinez, denn die WM-Vorbereitung verlief nicht wunschgemäss.

Der sehr optimistisch in die Saison gestartete Lebenskünstler zog sich Ende Juni am EAA-Meeting in Luzern eine Knochenprellung im linken Sprunggelenk zu, die ihn zurückwarf.

Daran änderte auch nichts, dass er Mitte August am Swiss Meeting in La Chaux-de-Fonds seinen Schweizer Rekord von 17,13 m egalisierte - es war bisher sein einziger 17-m-Sprung in dieser Saison.

Bestmarke im Hinterkopf

«Das Ziel war am Anfang höher. Doch wegen der vielen Probleme konnte ich nicht so trainieren, wie ich wollte», sagte Martinez.

Deshalb verzichtete er vor seinem Heim-Meeting auf grosse Worte, auch wenn er die nationale Bestmarke im Hinterkopf hat. «Hier geht es im Gegensatz zur WM nicht mehr um einen Rang, sondern um eine saubere Technik», erklärte der Hobby-Tänzer.

Wenn er alles umsetzen könne, komme die Weite von selber. Zumindest die 16,85 m von Osaka möchte er allerdings schon übertreffen

Martinez freut sich sehr auf das Meeting. Er ist für eine optimale Umstellung bereits am Mittwoch der vergangenen Woche von Osaka in die Schweiz zurückkehrt, obwohl er gerne länger in Japan geblieben wäre, wo ihn unter anderem die Tempel sehr faszinierten. «Ich habe mich sehr gut erholt. Nur das Wetter könnte hier besser sein.»

Angewiesen auf Emotionen

Vom neuen Stadion ist er begeistert. Insbesondere die Nähe der Dreisprung-Anlage zum Publikum hat es ihm angetan. Das gebe ihm viel Energie, Kraft und Motivation.

Er brauche das, um weiterzukommen, so der äusserst extrovertierte Martinez, der von den Emotionen lebt. Dass von ihm am Heim-Meeting viel erwartet wird, damit hat er keine Probleme.

«Der Druck ist zwar riesig, die Motivation aber auch.» Es sei mehr positiv als negativ. Mit Nelson Evora (Por), Jadel Gregorio (Br) und Walter Davis (USA) bekommt es Martinez in Zürich mit sämtlichen WM-Medaillengewinnern im Dreisprung zu tun.

Wiedergutmachung der Speerwerfer?

Für die Speerwerfer Stefan Müller und Felix Loretz ist im neuen Letzigrund Wiedergutmachung angesagt. Das Duo war in Osaka mit Weiten von 71,48 respektive 71,27 klar unter den Erwartungen geblieben und hatte für einen enttäuschenden Abschluss des ansonsten starken WM-Auftritts der Schweizer gesorgt.

Dem im Vorfeld der Saison von Rückenproblemen geplagten Müller gelang in diesem Jahr bislang erst ein einziger guter Wurf - 79,43 in Luzern.

Der vierte Schweizer Einzelstarter im internationalen Programm ist Hürdensprinter Andreas Kundert.

Der von Swiss Athletics speziell geförderte 22-jährige St. Galler verpasste zwar in Japan die Halbfinals um zwei Hundertstel, vermochte jedoch seine Fortschritte zu bestätigen. Seine Bestzeit liegt bei 13,59, elf Hundertstel über dem siebenjährigen Schweizer Rekord von Raphaël Monachon.

«Es ist Bewegung im Sprint»

Gespannt sein darf man auch auf den Auftritt der Schweizer Sprintstaffel. Zwar enttäuschte sie in Stockholm bei der letzten Qualifikationsmöglichkeit für die WM mit 40,26, doch besitzt sie das Rüstzeug, die 19-jährige nationale Bestmarke von 39,19 zu unterbieten.

Staffeltrainer Lucio Di Tizio verfügt über eine Gruppe von sieben, acht Leuten, die sich auf ähnlichem Niveau befinden. «Es ist Bewegung im Sprint», konstatierte SLV-Leistungssportchef Peter Haas zufrieden.

(von Sascha Fey/Si)

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