Schönster Zeitpunkt nach Sieg
Alexander Winokurow tritt zum dritten Mal zurück
publiziert: Samstag, 28. Jul 2012 / 21:18 Uhr
Alexander Winokurow beendet seine Karriere bereits zum dritten Mal.
Alexander Winokurow beendet seine Karriere bereits zum dritten Mal.

Der Kasache Alexander Winokurow wird im September 39 Jahre alt. Nach dem Gewinn der Goldmedaille im olympischen Strassenrennen gibt es für ihn «keinen schöneren Zeitpunkt als jetzt, um aufzuhören».

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Es ist bereits der dritte Rücktritt des mit seiner Familie (3 Kinder) in Monte Carlo lebenden Veloprofis. Nach einer zweijährigen Dopingsperre 2007, als er bei der Tour de France mit Fremdblut im Körper erwischt worden war, erklärte er, wegen Motivationsproblemen aufhören zu wollen. 2010 kehrte er jedoch auf die Strassen zurück und trat dem Astana-Team bei. In der Tour de France 2011 tat er einen fürchterlichen Sturz und brach den Oberschenkel. Erneut verkündete er seinen Rücktritt - und kam wieder.

«Ich habe lange gelitten, aber die Ärzte leisteten hervorragende Arbeit, und meine Familie stand hinter mir. Deshalb wollte ich es noch einmal wissen und bestritt die diesjährige Tour de France», sagte er nach seiner Triumphfahrt in London. «Ich habe in der Tour zwar keine Etappe gewonnen, aber jetzt wurde ein Traum wahr.» Mit einer Metallplatte, die noch immer im Oberschenkel steckt.

2000 nahe an Olympiasieg

Nahe am Traum vom Olympiasieg war Winokurow, der in Kasachstan schon lange als Nationalheld gefeiert wird, schon 2000 in Sydney. Dort belegte er den 2. Platz hinter dem Deutschen Jan Ullrich. Einen Sieg auf Topniveau realisierte er 2010 bei Lüttich - Bastogne - Lüttich.

Zum Thema Doping wollte sich Winokurow in London nicht mehr näher äussern. «Das ist nicht der richtige Zeitpunkt hierfür», sagte er. «Der Radsport hat sich stark verändert, und ich zeigte schon 2010 wieder, dass ich ohne Doping gute Leistungen erbringe.»

Sein zweitletztes Rennen, das mit Olympiagold endete, war im Vergleich zu TdF-Etappen «ziemlich ruhig», stellte er fest. «Es gab keine ständigen Anweisungen durch den Teamfunk. Meist haben wir deswegen 250 km lang Stress.» Sein letztes Rennen bestreitet Winokurow am kommenden Mittwoch mit dem olympischen Zeitfahren.

Uran ohne Vorwürfe

Der 14 Jahre jüngere Kolumbier Rigoberto Uran macht sich keine Vorwürfe, dass er im Finish «nur Silber» gewonnen hat. «Es war nicht so, dass ich die Konzentration verloren hatte. Vor dem Spurt schaute ich nach rechts, und Alexander fuhr links weg.» Seine wertvollstes Ergebnis war bisher der 3. Rang in der Lombardei-Rundfahrt von 2008. Ein Jahr zuvor hatte er die 8. Etappe der Tour de Suisse gewonnen. Er gehört dem britischen Team Sky Procycling an.

Uran hatte keine leichte Jugend. 2001, auf dem Höhepunkt des Kriegs in Kolumbien zwischen den Guerillas und den Paramilitärs, wurde sein Vater in den Strassen von Urrao erschossen. «Er war 52 Jahre alt», erzählte Sohn Rigoberto, «es folgte eine harte Zeit. Ich war erst 14 Jahre alt und musste Lotterielose in den Strassen verkaufen, um die Familie zu ernähren.»

(bg/Si)

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