Keine Wiederaufnahme
Alfredo Lardelli vor Bundesgericht abgeblitzt
publiziert: Samstag, 12. Aug 2000 / 14:21 Uhr

Lausanne - Das Aargauer Obergericht war beim Entscheid über Alfredo Lardellis Wiederaufnahmegesuch nicht verpflichtet, die von ihm beantragten Zeugen anzuhören. Das Bundesgericht hat seine Beschwerde abgewiesen und das negative Verdikt des Obergerichts bestätigt.

Zur Begründung seiner Beschwerde hatte Lardelli geltend gemacht, das Obergericht hätte einen psychiatrischen Gutachter sowie Luzi Stamm als früheren Präsidenten des Bezirksgerichtes Baden anhören müssen. Lardelli hatte deren Befragung beantragt, weil er sich Aussagen zur Glaubwürdigkeit seiner jüngsten Tatversion erhoffte.

Nichts Wesentliches beizutragen

Das Bundesgericht kam in seinem am Samstag veröffentlichten Urteil zum Schluss, dass das Obergericht zu Recht davon ausgegangen sei, die Beiden hätten nichts Entscheidwesentliches beitragen können.

Der Psychiater hatte Lardelli 1998 im Hinblick auf seine Haftentlassung begutachtet. Dabei macht er am Rande auch einige Bemerkungen zu Lardellis neuster Version und bezeichnete sie als "in sich weitgehend stimmig". Luzi Stamm amtete 1989 als erstinstanzlicher Richter Lardellis.

Nur eine Person getötet

Bei dem als "Bluttat von Siggenthal-Station" in die Kriminalgeschichte eingegangenen Dreifachmord von 1985 wurden in Siggenthal-Station (AG) zwei Dirnen sowie der Ehemann von Lardellis damaliger Freundin erschossen. Lardelli wurde wegen dreifachem Mord zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Gemäss seiner neuen Version will Lardelli nur den Mann getötet haben. Die beiden Frauen seien von seiner damaligen Freundin erschossen worden. Er hatte deswegen im vergangenen Herbst die Wiederaufnahme des Strafverfahrens verlangt.

Gegen den negativen Entscheid des Aargauer Obergerichts vom letzten Februar gelangte Lardelli mit staatsrechtlicher Beschwerde ans Bundesgericht. Er ist seit längerem aus dem Strafvollzug entlassen und trägt heute einen anderen Namen.

(klei/sda)

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