Algerien-Geiseln doch nicht in Mali?
publiziert: Freitag, 18. Jul 2003 / 21:25 Uhr / aktualisiert: Freitag, 18. Jul 2003 / 22:08 Uhr

Berlin - Die 15 vor Monaten in Algerien entführten europäischen Touristen sollen entgegen deutschen Medienberichten doch nicht in Mali versteckt gehalten werden. Die Geiseln und ihre Entführer hätten die Landesgrenze nicht überschritten.

Der Sahara-Tourist Walther Reto ist auch unter den Entführten.
Der Sahara-Tourist Walther Reto ist auch unter den Entführten.
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Das erfuhr die französische Nachrichtenagentur AFP aus malischen Sicherheitskreisen in Bamako. Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) - hatte zuvor unter Berufung auf europäische Sicherheitskreise - berichtet, dass die Entführer ihre Geiseln über die algerische Grenze in die Berge im Norden Malis gebracht hätten. Eine offizielle Bestätigung der ZDF-These lag jedoch nicht vor.

Unter den 15 entführten Sahara-Touristen befinden sich auf vier Schweizer Staatsbürger.

Das deutsche Aussenministerium blieb bei seiner Haltung, keine Stellungnahme zu Medienberichten über das Schicksal der Verschleppten abzugeben. Betont wurde von einer Sprecherin, dass es Kontakte auf unterschiedlichen Ebenen mit der Regierung in Algerien gebe.

Auch der Sprecher des Eidg. Departementes für Auswärtige Angelegenheiten (EDA), Alessandro Delprete, erklärte, dass sich Bern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und in enger Abstimmung mit Deutschland für die Freilassung der Verschleppten einsetze.

Am Donnerstag hatte die algerische Zeitung El Watan unter Berufung auf algerische Sicherheitskreise berichtet, die Geiseln könnten in den kommenden Tagen freikommen. Die Entführer hätten ihre Bereitschaft zur Freilassung signalisiert, wenn im Gegenzug ihre Sicherheit garantiert werde.

Die Touristen waren zwischen Mitte Februar und Mitte März in der Sahara verschleppt worden. Von den insgesamt 32 europäischen Touristen wurden im Mai 17 befreit.

15 weitere sind noch in der Gewalt der Entführer, darunter neben den vier Schweizer Staatsangehörigen auch zehn Deutsche und ein Niederländer.

(bert/sda)

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