Algerien: Mädchen aus Trümmern gerettet
publiziert: Sonntag, 25. Mai 2003 / 08:11 Uhr

Boumerdes - Rettungskräfte aus Österreich und Polen haben fast drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Algerien ein zehnjähriges Mädchen lebend aus den Trümmern eines Hauses gerettet.

Algier, die Hauptstadt von Algerien.
Algier, die Hauptstadt von Algerien.
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Zuvor hatten Bergungskräfte in Boumerdes, der vom Erdbeben am stärksten betroffenen Stadt, eine Frau und ihr Baby aus einem zerstörten Haus gerettet. Am Freitag war bereits ein zwölfjähriges Mädchen nach mehr als 34 Stunden lebend aus den Trümmern ihres Wohnhauses geborgen worden.

Bei dem Beben am Mittwochabend sind nach offiziellen Angaben mehr als 1800 Menschen getötet und über 8000 verletzt worden. Hunderte Leichen sollen noch unter den Trümmern liegen.

Vor Ort sind Rettungskräfte aus der Schweiz und der EU Vom Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) sind seit Donnerstag 90 Fachleute der Rettungskette mit 9 Spürhunden im Einsatz.

Lokale Behörden warnten unterdessen vor dem Ausbruch von Seuchen angesichts von Temperaturen über 30 Grad. Dagegen sagte Frisch, es gebe kaum Seuchen bei Erdbeben, weil die Leichen entweder geborgen würden oder unter den Trümmern verschüttet seien.

Zunehmend wird Kritik an den Behörden laut, weil diese nicht für Notunterkünfte sorgen. Helfer räumten ein, sie hätten nicht genügend Ausrüstung für eine Katastrophe diesen Ausmasses. Frisch sagte jedoch, es gebe Zeltlager, bloss wollten die Menschen ihre beschädigten Häuser nicht aus den Augen lassen.

(pt/sda)

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