Algerien will nicht mit Touristen-Enführern verhandeln
publiziert: Sonntag, 8. Jun 2003 / 07:17 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 8. Jun 2003 / 07:41 Uhr

Algier - Algerien verhandelt nach den Worten von Aussenminister Abdelaziz Belkhadem nicht mit den bewaffneten Rebellen, die 15 europäische Touristen, darunter 4 Schweizer, seit drei Monaten in der Sahara festhalten.

In diesem Reisebus waren die Schweizer Touristen in der Wüste unterwegs.
In diesem Reisebus waren die Schweizer Touristen in der Wüste unterwegs.
Es gebe keine Kontakte und keine Verhandlungen, sagte Belkhadem der Nachrichtenagentur Reuters. Die Entführer seien eingekreist. Ziel sei es, die Geiseln gesund und wohlbehalten zu befreien.

Demgegenüber hatte sich der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika am Dienstag in Strassburg bereit erklärt, den Entführern eine Hintertüre offen zu lassen. Auch er sagte, die Entführer seien lokalisiert. Sie hielten sich am selben Ort auf wie ihre Geiseln - zehn Deutsche, vier Schweizer und ein Niederländer.

Insgesamt waren im Februar und März 32 Touristen in der Sahara verschwunden. 17 kamen am 13. Mai frei.

(rr/sda)

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