Stein trifft Ebossé am Kopf
Algeriens Torschützenkönig von «Fans» getötet
publiziert: Sonntag, 24. Aug 2014 / 12:51 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Aug 2014 / 00:37 Uhr
Albert Ebossé erlag im Spital seinen schweren Kopfverletzungen. (Symbolbild)
Albert Ebossé erlag im Spital seinen schweren Kopfverletzungen. (Symbolbild)

Bei Fan-Ausschreitungen in Algerien kam laut der nationalen Nachrichtenagentur APS der Kameruner Albert Ebossé (24) vom Erstligisten JS Kabylie ums Leben.

1 Meldung im Zusammenhang
Nach der 1:2-Heimniederlage seines Klubs am Samstag gegen USM Alger in der 2. Runde wurde der Stürmer auf dem Weg in die Kabine von einem Wurfgeschoss getroffen. Offenbar handelte es sich um einen Stein, der aus dem Block mit den eigenen Fans geflogen kam. Die verärgerten Supporter von Kabylie, dem einstigen Verein des Schweizer Trainers Alain Geiger (2010), hatten nach dem Spiel begonnen, die Spieler mit Steinen zu bewerfen. Ebossé erlag wenig später im Spital, nur rund 500 Meter vom Stadion entfernt, seinen schweren Kopfverletzungen.

Während des Spiels hatte Ebossé sein Team noch mit einem verwandelten Penalty in Führung gebracht (28.). Es war sein zweites Saisontor im zweiten Spiel und sein insgesamt 19. Meisterschaftstreffer für Kabylie, den Zweiten der letzten Saison. In der letzten Spielzeit war Ebossé mit 17 Treffern Torschützenkönig der Liga gewesen. Er war 2013 zum Team gestossen. Bevor er nach Nordafrika wechselte, spielte er in seinem Heimatland Kamerun und in Malaysia. Laut der spanischen Zeitung «Marca» soll Ebossé wenige Stunden vor Spielbeginn noch Vater geworden sein.

Der Präsident des afrikanischen Kontinentalverbandes (CAF), Issa Hayatou, verlangte scharfe Sanktionen und umgehende Massnahmen gegen Gewalt in Afrikas Fussballstadien. «Der afrikanische Fussball darf nicht der Nährboden für irgendeine Art von Hooliganismus werden», wurde Hayatou in einer Verbandsmitteilung zitiert. Das algerische Innenministerium ordnete unterdessen eine sofortige Untersuchung des Vorfalls an.

(bert/Si)

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