Alkohol-Verkauf: Norwegen mit guten Erfahrungen
publiziert: Samstag, 28. Jul 2007 / 11:48 Uhr

Bern - Der Vorschlag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), dass in Läden ab 21 Uhr keine alkoholischen Getränke mehr verkauft werden dürfen, erhält Unterstützung aus Norwegen. Ein Vertreter des norwegischen Gesundheitsinspektorats findet die Idee gut.

In Norwegen ist die Alkoholabgabe an Jugendliche streng limitiert.
In Norwegen ist die Alkoholabgabe an Jugendliche streng limitiert.
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Viele internationale Studien zeigten, dass gesetzliche Beschränkungen der richtige Weg gegen das so genannte Rauschtrinken von Jugendlichen seien, sagte Jon Nysted, Senior Advisor beim Gesundheits- und Sozialdirektorat in Oslo, in einem Interview mit der «Berner Zeitung».

Nysted würde BAG-Direktor Thomas Zeltner empfehlen, die von seinem Amt vorgeschlagenen Massnahmen durchzusetzen, wie er auf die entsprechende Frage sagte. Es sei wichtig, die Bevölkerung über die neuesten Forschungsergebnisse zu informieren und den Nutzen der Massnahmen gegen den Alkoholkonsum aufzuzeigen.

In Europa sterben nach vom norwegischen Fachmann zitierten WHO-Angaben jedes Jahr rund 55 000 Jugendlichen wegen Alkohol. «Wenn die Menschen solche Zahlen sehen, dann werden sie solche Massnahmen auch verstehen und unterstützen», sagte Nysted.

Norwegen ist streng

In Norwegen ist der Alkoholverkauf gemäss Internet-Lexikon Wikipedia gesetzlich streng beschränkt. Wein und Spirituosen können nur in staatlichen Geschäften und zu hohen Preisen verkauft werden. An Werktagen ist der Verkauf von Alkohol ab 20 Uhr verboten, am Samstag ab 18 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist er ganz untersagt.

In der Öffentlichkeit darf kein Alkohol konsumiert werden. Laut Nysted ist der Alkoholkonsum in Norwegen einer der tiefsten in ganz Europa. Probleme mit jugendlichen Rauschtrinkern habe das Land zwar auch. Diese seien aber nicht so gross wie in anderen Ländern. Die norwegische Alkoholpolitik werde auch von der WHO empfohlen.

(fest/sda)

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