Alle Augen aufs Rütli gerichtet
publiziert: Mittwoch, 1. Aug 2007 / 09:33 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 1. Aug 2007 / 14:03 Uhr

Bern - Vor ihrem mit Spannung erwarteten Auftritt auf dem Rütli hat Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey in Lenzburg AG eine erste Rede zum Nationalfeiertag gehalten. Sie rief dazu auf, zur politischen Kultur der Schweiz Sorge zu tragen.

Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey will auf Schusters Rappen aufs Rütli gehen.
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www.rütli.info/

Abwehrreflexe gegen die EU oder gegen das Völkerrecht brächten die Schweiz nicht weiter, sagte Calmy-Rey auf Schloss Lenzburg. Kaum irgendwo habe das Volk zu internationalen Verträgen mehr zu sagen als in der Schweiz. Die Volksrechte seien nicht durch das Völkerrecht bedroht.

In einer Rede in Andermatt UR warnte Justizminister Christoph Blocher wie bereits gestern Abend in Schwarzenburg davor, die Volksrechte leichtfertig durch übergeordnetes, internationales Recht zu ersetzen.

In seiner Rede in Affoltern am Albis (ZH) hat SVP-Präsident Ueli Maurer vor zunehmender Gewalt und dem Zerfall der Sitten in der Schweiz gewarnt.

Bessere Integration gefordert

Bessere Integration von Ausländern und mehr politischen Einfluss für die Städte forderte SP-Präsident Hans-Jürg Fehr in seiner 1. Augustrede in Neunkirch. Die Fähigkeit zu integrieren sei das, was die Schweiz ausmache.

Verteidigungsminister Samuel Schmid rief in seiner Rede in Zuchwil SO zu einem weiteren Kapitel der «Erfolgsgeschichte Schweiz» auf. Er zeigte sich dankbar für 150 Jahre Frieden in der Schweiz.

Der EU-Botschafter in der Schweiz, Michael Reiterer, hat in Aetigkofen SO für ein Engagement der Schweiz in Europa plädiert. Europa sei grösser als die EU, politisch, geographisch und kulturell.

Schweiz ist Teil der europäischen Wertegemeinschaft

Die Schweiz sei zweifellos Teil dieser europäischen Wertegemeinschaft, des europäischen Kulturkreises, auch ohne Mitgliedschaft in der Union, sagte Reiterer laut Redetext.

Mit Spannung wurde der Auftritt von Calmy-Rey auf dem Rütli erwartet. Im Vorfeld der Feier kam es zu keinen grösseren Zwischenfällen. Einzig ein gutes Dutzend Personen in sechs Gummiruderbooten versuchte um 7 Uhr, unbefugterweise beim Rütli zu landen. Nach Einschätzung der Polizei sind die Ruderer dem rechtsextremen Lager zuzuordnen.

(li/sda)

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