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Alle EU-Spieler gleichgestellt
publiziert: Mittwoch, 16. Feb 2005 / 15:31 Uhr

Die Eishockey-Nationalliga beschloss an der Gesellschafter-Versammlung in Zug einstimmig, den Status der EU-Ausländer neu zu definieren. Ab nächster Saison gelten Spieler aus den Ländern der EU-Osterweiterung ebenfalls als EU-Söldner.

Der Fall des Letten Harijs Witolinsch hatte die NLA beunruhigt.
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Das bedeutet: Spieler aus den neuen EU-Staaten wie Tschechien, Slowakei, Lettland, Polen oder Slowenien sind ab der Spielzeit 2005/06 den bisherigen EU-Söldnern (vornehmlich aus Schweden und Finnland) gleichgestellt. Die Klubs bezwecken mit der Annahme dieses Antrags der Kloten Flyers, den wirtschaftlichen Aufwand für EU-Ausländer zu reduzieren, nachdem Lohnforderungen von Finnen und Schweden zuletzt in die Höhe geschnellt sind.

Der "Fall Ambri/Witolinsch" wäre somit nächste Saison nicht mehr möglich. Ambri verlor das Meisterschaftsspiel in Lausanne 0:5 forfait (statt 6:2), weil es mit Harri Witolinsch einen Letten einsetzte, der reglementsgemäss nicht als EU-Söldner galt. Ambri legte gegen den Forfaitentscheid des Einzelrichters Rekurs ein; der Fall liegt derzeit beim Verbandssportgericht und beunruhigt anderthalb Wochen vor Beginn der Playoffs die Nationalliga in starkem Mass.

Willi Vögtlin, Leiter Spielbetrieb, appellierte in Zug an die Sportlichkeit aller Klubs, den Entscheid des Verbandssportgerichts (wird diese Woche gefällt) auf keinen Fall weiterzuziehen, denn "wenn wir nächste Woche nicht mit den Playoffs beginnen können, sind wir die Lachnummer der ganzen Hockeywelt".

Schon wieder Änderungen bahnen sich beim All-Star-Wochenende an. Die organisierende Marketingagentur IMS möchte das nächste All-Star-Game im Herbst ohne eigentliches Spiel organisieren -- weil die IMS vor anderthalb Wochen einen hohen finanziellen Verlust einfuhr. Das Schweizer Eishockey kassiert von der IMS ein Fixum sowie Sachleistungen für die Durchführung des All-Star-Weekend.

Die Nationalliga möchte dagegen an einem Spiel am All-Star-Weekend festhalten. Zur Diskussion steht nun ein "richtiges Spiel", zum Beispiel zum Saisonauftakt zwischen dem offiziellen Nationalteam gegen eine Ligaauswahl. Ein möglicher Vergleich zwischen dem Krueger-Team und einer Ligaauswahl mit Reto von Arx würde durchaus Spektakel versprechen. Ausserdem wurde festgestellt, dass das Interesse am All-Star-Game in Bern in den letzten Jahren nachgelassen hat.

(fest/Si)

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