Alle jagen Lüthi
publiziert: Donnerstag, 23. Mrz 2006 / 07:42 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 23. Mrz 2006 / 08:14 Uhr

Weltmeister Tom Lüthi startet am Sonntag in Jerez (Sp) zu seiner vierten vollständigen WM-Saison in der 125-ccm-Klasse.

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Den 19-jährigen Emmentaler erwartet bei seiner Titelverteidigung starke Konkurrenz: 39 Fahrer kämpfen in der Achtelliter-Klasse um WM-Punkte.

Für Lüthi begann die Saison alles andere als ideal. Er stürzte bei den IRTA-Tests Anfang März in Jerez und brach sich dabei das Schlüsselbein. Der Bruch ist inzwischen verheilt -- Lüthi wird mit den nötigen Hilfsmitteln am Freitag zum ersten Qualifikationstraining antreten können. Auch im Vorjahr war es in Jerez für den Schweizer nicht nach Wunsch gelaufen. Schon nach wenigen Runden musste er wegen eines Kolben-Defekts aufgeben. Es sollte das einzige Rennen bleiben, in dem er keine WM-Punkte holte.

Im Gegensatz zum Vorjahr ist der Berner, der in dieser Saison mit der für den Weltmeister reservierten Nummer 1 zu den Grands Prix startet, nicht mehr alleine für das Elit-Team unterwegs. Der Schweizer erhielt mit dem Deutschen Sandro Cortese einen talentierten Fahrer als Teamkollegen. Geändert hat sich dadurch allerdings nicht viel: «Es sind immer noch gleich viele Leute, die für mich arbeiten. Sandro hat seine Mechaniker, ich habe meine. Im Grunde genommen bilden wir zwei Teams und tauschen unsere Informationen untereinander aus.»

Lüthis Ziel ist die Titelverteidigung. Dafür will er jedes der insgesamt 16 WM-Rennen möglichst in den Top 6 beenden. «Letztes Jahr hat die Konstanz über den Titel entschieden», sagt Lüthi, «ich bin mir aber durchaus bewusst, dass ich als Weltmeister nicht jedes Rennen gewinnen kann.»

Gewinnen wollen auch andere. Lüthis grösster Konkurrent wird wohl wieder der Finne Mika Kallio auf KTM sein. Kallio zeigte bei den IRTA-Tests in Montmeló (Streckenrekord) und Jerez starke Leistungen. KTM wird in diesem Jahr sogar mit vier Fahrern am Start sein: Neben Kallio und Julian Simon (Sp) bilden Michael Ranseder (Ö) und Stefan Bradl (De) das KTM-Junior-Team. Getrennt hat sich KTM vom Ungarn Gabor Talmacsi, der im letzten Herbst in Katar seinen Teamkollegen Kallio auf der Zielgeraden überholt und diesen um jene fünf Punkte gebracht hatte, die dem Finnen am Ende zum WM-Titel fehlten. Talmacsi fährt jetzt auf einer Honda und wird sicherlich ein nicht zu unterschätzender Gegner von Lüthi sein.

Aprilia-Armada in den Startlöchern

Aufhorchen liess das Abschneiden der Aprilia-Fahrer bei den beiden IRTA-Tests. Ende Februar in Montmeló reihte sich der italienische Motorrad-Hersteller gleich mit sechs Fahrern unter den Top 10 ein. Aprilia scheint aufgerüstet zu haben und verfügt mit Mattia Pasini (It), Hector Faubel (Sp), Fabrizio Lai (It) und Sergio Gadea (Sp) über vier Fahrer, die im letzten Jahr in den Top 12 der WM-Gesamtwertung standen.

Weltmeister werden ist nicht schwer, Weltmeister bleiben dagegen sehr. Diese Weisheit trifft vor allem auf die 125-ccm-Klasse zu. Seit dem Japaner Haruchika Aoki in den Jahren 1995 und 1996 hat kein Weltmeister seinen Titel in der kleinsten Hubraum-Klasse verteidigen können. Auch die einzelnen Grand-Prix-Siege sind hart umkämpft: Seit 56 Rennen (Juli 2002) gewann niemand mehr zwei 125-ccm-Rennen in Folge.

Zweite Saison für Braillard

Seine zweite Saison in Angriff nehmen kann Vincent Braillard. Der bald 21-jährige Freiburger wechselte nach Differenzen mit dem Team Toth die Equipe, wird aber auch heuer mit einer Aprilia fahren. Er erhielt die Maschine des letztjährigen WM-Fünften Marco Simoncelli (It), der aufgrund seiner Körpergrösse in die 250-ccm-Klasse wechselte.

(Muriel Fiechter/Si)

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Thomas Lüthi und der Deutsche Sandro Cortese.
 
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