Fehlende Empathie
Alles für die Quote: Medien inszenieren Krisen
publiziert: Donnerstag, 26. Sep 2013 / 08:45 Uhr
Notleidende Immigranten in Grossbritannien bewusst entmenschlicht. (Symbolbild)
Notleidende Immigranten in Grossbritannien bewusst entmenschlicht. (Symbolbild)

Oxford - Wenn es in Grossbritannien um Immigranten geht, picken sich Medien in ihrer Berichterstattung überwiegend negative Ereignisse heraus. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der University of Oxford in ihrer aktuellen Erhebung . Das Fazit der Wissenschaftler: Medien nutzen vereinzelten Unfrieden zum eigenen Vorteil aus, um Krisenstimmung und dadurch Quote zu erzeugen.

1 Meldung im Zusammenhang
Als Beispiel führt Victoria Esses, Professorin an der University of Western Ontario, die Berichterstattung über die Strandung eines Flüchtlingsbootes aus Sri Lanka an der Westküste von Britisch Kolumbien an.

«Zum Beispiel könnte man für die Flüchtlinge Empathie erzeugen, indem man darauf hinweist, dass diese Menschen lange Zeit mit höchst schwierigen Bedingungen zu kämpfen hatten», so Esses. Das sei aber nicht der Fall gewesen.

Manipulierte Leser

«Eine mentale Krise kann schnell erzeugt werden, indem Bedrohungen und Angst transportiert werden», beschreibt Esses die Situation. Menschen in Not könnten schnell «entmenschlicht» werden. Das führe bei Rezipienten zu dem Gefühl, dass Empathie nicht notwendig sei.

Zugespitzt formuliert suggerieren Medien somit, dass Menschenrechte nicht unbedingt Anwendung finden müssen. Die Notleidenden, über die in der Folge berichtet wird, werden folglich nicht als «normale Menschen» wahrgenommen. Stattdessen werden sie häufig deklassiert.

 

 

(tafi/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Schweizer Medien ordnen ... mehr lesen 1
Schweizer Medien ordnen Ereignisse zunehmend schlechter ein. (Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
-
Publinews Papiliorama  Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Tiere und Pflanzen: erleben Sie das bunte Ballett der exotischen Schmetterlinge, welche frei um Sie herumfliegen, die bizzaren Kreaturen der Nacht, die Regenbogentukane und einheimischen Schmetterlinge, die Gliederfüsser mit ihren aussergewöhnlichen Formen und die Wollschweine, welche sich als Landschaftsgärtner betätigen. Das Papiliorama in Kerzers nimmt Sie mit auf eine spannende Entdeckungsreise. mehr lesen  
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der ... mehr lesen
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus zur Förderung der Knochenentwicklung zu den wichtigen Vorgängen. mehr lesen
Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 7°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 8°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 6°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Bern 6°C 6°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Luzern 7°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 7°C 7°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 6°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten