Allgemeines: Sportlerin des Jahres 2003 -- Simone Niggli-Luder
publiziert: Samstag, 13. Dez 2003 / 21:19 Uhr / aktualisiert: Samstag, 13. Dez 2003 / 23:46 Uhr

Noch nie gewann ein Orientierungsläufer oder eine Orientierungsläuferin die Schweizer Sportlerwahl. Jetzt hat es Simone Niggli-Luder geschafft. Sie machte im August den OL für eine Woche zum Nationalsport und gewann an den WM in Rapperswil-Jona alle vier Goldmedaillen.

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Die 25-Jährige Bernerin verkörpert sämtliche Eigenschaften, die es für eine ideale Botschafterin für den Schweizer Sport braucht. Trotz den herausragenden Erfolgen zeigt sie keine Star-Allüren. Die Biologin gibt sich weiterhin bescheiden und teamorientiert, unkompliziert und umgänglich.

Die dritte Tochter einer klassischen OL-Familie aus Burgdorf hat ihr Leben nach den Triumphen nicht umgekrempelt. Die Ausnahme: Sie heiratete seither ihren langjährigen Freund, den OL-Läufer Matthias Niggli.

Die Selbstsicherheit und Lockerheit, die eigentlich nicht ihrem Naturell entsprechen, erarbeitete sich Simone Niggli-Luder durch zahlreiche Spitzenresultate. 2001 gewann sie in Tampere als erste Schweizerin den WM-Titel über die klassische Distanz. 2002 dominierte sie in der Weltcup-Gesamtwertung.

Die vier Goldmedaillen durften trotz der Favoritenrolle nicht erwartet werden. An den WM hatte Luder in sechs Läufen an sechs Tagen auf 36,4 km mit 1300 m Höhenmeter 102 Posten mit höchster Konzentration anzulaufen.

Obwohl ihr das Schweizer Gelände gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil verschaffte, durfte sie sich keinen Fehler erlauben. Die Hitzeschlacht im Hitzesommer 2003 zehrte extrem an den Kräften und machte die Regeneration noch schwieriger.

Insbesondere im unwegsamen Gelände vermag Simon Niggli-Luder die Konkurrenz zu distanzieren. Die Erfolge basieren aber nicht allein auf ihrer läuferischen Überlegenheit. Bereits als 13-Jährige, als sich ihre physischen Qualitäten noch nicht derart manifestierten, vermochte sie sich anhand einer Karte ein dreidimensionales Bild vom Gelände zu visualisieren.

In den letzten Jahren gesellte sich sich zu den läuferischen und kartentechnischen Fähigkeiten noch ein dritter Eckpfeiler: Ihre psychische Verfassung während den WM war bewundernswert.

Früher hatte sie bei einem Lapsus vielleicht eine Minute eingebüsst, heute sind dies bloss noch 10 oder 20 Sekunden. Hinzu kommmt, dass Luder in ihrer Entwicklung noch nie von einer Verletzung gebremst wurde.

(tr/Si)

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