Allianz gegen «Sicheres Wohnen im Alter»
publiziert: Freitag, 29. Jun 2012 / 12:49 Uhr / aktualisiert: Freitag, 29. Jun 2012 / 14:58 Uhr
Die Initianten wollen kostengünstiges Wohnen im Rentenalter ermöglichen.
Die Initianten wollen kostengünstiges Wohnen im Rentenalter ermöglichen.

Bern - Der Bundesrat und die Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren (FDK) haben am Freitag den Abstimmungskampf zur Volksinitiative «Sicheres Wohnen im Alter» eröffnet. Aus ihrer Sicht würde ein Ja Steuersparmöglichkeiten für Reiche schaffen.

7 Meldungen im Zusammenhang
Die Initiative «Sicheres Wohnen im Alter» des Hauseigentümerverbandes (HEV) kommt am 23. September vors Volk. Erklärtes Ziel der Initianten ist es, kostengünstiges Wohnen im Rentenalter zu ermöglichen.

Wohneigentümer sollen im Rentenalter wählen können, ob sie den Eigenmietwert versteuern oder nicht. Wer den Eigenmietwert nicht versteuert, soll im Gegenzug weniger Kosten für das Eigenheim vom steuerbaren Einkommen abziehen können.

Der Bundesrat und die Finanzdirektoren halten nichts von diesem Vorschlag: Die Initiative benachteilige Mieterinnen und Mieter sowie Eigenheimbesitzer, die das AHV-Alter noch nicht erreicht hätten, sagte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf vor den Medien in Bern. Sie sei also mehrfach ungerecht.

Hohe Steuerausfälle

Profitieren würden laut der Finanzministerin vor allem jene, die nicht darauf angewiesen sind: Reiche Rentner. Ein Ja zur Initiative würde «in erster Linie vermögenden Personen weitere Möglichkeiten zur Steueroptimierung eröffnen», schreibt das Finanzdepartement. FDK-Präsident Christian Wanner gab zu bedenken, dass viele Rentner verglichen mit anderen Bevölkerungsteilen finanziell gut gestellt seien.

Bund und Kantone warnen auch vor den Folgen für die öffentlichen Haushalte: Bei der direkten Bundessteuer hätte die Annahme der Initiative nach Schätzungen des Bundes Ausfälle von jährlich mindestens 250 Millionen Franken zur Folge. Die Mindereinnahmen bei den Kantons- und Gemeindesteuern werden auf 500 Millionen Franken geschätzt.

Mit der Initiative «Sicheres Wohnen im Alter» kommt in diesem Jahr bereits die zweite Initiative des Hauseigentümerverbandes vors Volk - und die dritte Initiative, die steuerliche Begünstigungen für Wohneigentümer verlangt. Bei den ersten beiden Initiativen ging es ums Bausparen. Volk und Stände verwarfen beide deutlich.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
3
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Wohneigentümer müssen den Eigenmietwert weiterhin versteuern, auch wenn sie das Rentenalter erreicht haben. Die Volksinitiative «Sicheres Wohnen im ... mehr lesen
Zum dritten Mal in Folge kam eine Initiative zum Wohneigentum zur Abstimmung und scheiterte.
Über drei nationale Vorlagen hat das Schweizer Stimmvolk heute zu entscheiden.
Bern - Das Stimmvolk hat am heutigen Sonntag auf eidgenössischer Ebene über drei Vorlagen zu befinden. Offen ist laut Umfragen vor ... mehr lesen
Bern - Die Gegnerinnen und Gegner der Initiative «Für sicheres Wohnen im Alter» warnen vor einem Steuersystem «à la carte». Aus ihrer Sicht würde ein solches System ... mehr lesen 2
Die Initiative «Sicheres wohnen im Alter» ist umstritten.
Bern - Die Kampagne zur Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» ist offenbar gut angelaufen. Die Vorlage erhält gemäss einer ... mehr lesen 3
Die Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» findet Anklang in der Bevölkerung.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Die Idee, bei der Besteuerung von Wohneigentum den Eigenmietwert generell abzuschaffen, ist vorerst vom Tisch. ... mehr lesen
Hausbesitzer im Rentenalter sollen laut HEV den Eigenmietwert nicht mehr besteuern müssen.
Einmal mehr
werden die Besitzenden zu Lasten des Mittelstandes gefördert. Nichts als eine weitere Umverteilung zu Gunsten der Reichen.
Eigenmietwert
Hört sich schon blöd an dieses Wort. Noch blöder allerdings ist, das man das überhaupt je einführte. Und am schlimmsten ist, das gewisse Verbände und Parteien noch daran festhalten wollen. Alles in allem, hoffentlich verschwindet dieser unsinnige "Eigenmietwert" bald.
Das die Bürgerlichen
diesmal dagegen sind lässt einem skeptisch werden. Und dann argumentieren die Bürgerlichen auch noch mit den selben Argumenten wie die Linken, die Reichen würden profitieren... HALLLLOOO!?!?!?!

Da muss man fast annehmen, das DIESE Initiative annehmbar ist und dem Mittelstand nützen würde.
Der Rapper Kutti MC. (Archivbild)
Der Rapper Kutti MC. (Archivbild)
Zuwanderung  Bern - Über hundert Kulturinstitutionen und Einzelkünstler haben am Samstag gegen die Ecopop-Initiative Stellung bezogen. In der ganzen Schweiz wurden Konzerte, Lesungen und weitere Aktionen durchgeführt. 
Breites Komitee gegen Ecopop: «Absurd und schädlich» Bern - Das bürgerliche überparteiliche Komitee gegen die Ecopop-Initiative nennt das Volksbegehren ... 3
Viele Punkte, welche an der Ecopop-Initiative kritisiert werden.
Delegiertenversammlung  Liestal - Die SP-Delegierten wollen die Masseneinwanderungsinitiative mit innenpolitischen Reformen und kompatibel mit den bilateralen Abkommen umsetzen. Dies beschlossen ...
Die SP äussert sich zu den Initiativen. (Symbolbild)
Ecopop würde laut SRG-Trendumfrage derzeit mit 58 Prozent abgelehnt Bern - Rund fünf Wochen vor der Abstimmung über die Ecopop-Initiative liegen deren ...
Für die Initiative sprechen sich vor allem die SVP-Wähler aus. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2517
    Warum? "steht ein mobiler Sicherheitsdienst des Kantons im Einsatz" "Warum?" ... heute 18:44
  • tigerkralle aus Winznau 99
    Fremde Richter Nein Fremde Richter brauchen wir nicht !!! Eher verzichten wir auf die ... heute 15:23
  • EdmondDantes1 aus Zürich 12
    werte Kassandra Habe Frau Stämpflis Passage nicht so verstanden, dass Sie Angela nicht ... heute 09:02
  • Vitalis aus Hallau 45
    und die Einkommenslosen? Wer stellt die luxuriösen staatlichen Raubzüge am Existenzminimum von ... heute 08:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1025
    Glaube ich nicht, Herr EdmondD. Politik ist auch die Kunst des Möglichen, nicht nur die Vertretung von ... gestern 18:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1025
    Für mich ist die EU keineswegs ein Feindbild, schon gar nicht, wenn ich mir unsere Exporte ... gestern 17:45
  • Odyss aus Sachseln 1
    Schützenhilfe aus D Kavallerie, Zuckerbrot und Peitschen (P. Steinbrück) sind aus der ... gestern 14:16
  • BigBrother aus Arisdorf 1452
    Schwarzenbach 2 lässt grüssen! Bisher war ich der Meinung, dass diese Initiative keine Chance hat, ... gestern 10:01
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 6°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 5°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 4°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 7°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 7°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 8°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 10°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten