300 Tote sind 300 Tote zuviel
Allianz wirbt für Waffen-Initiative
publiziert: Dienstag, 11. Jan 2011 / 11:03 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Jan 2011 / 13:46 Uhr
«Überholte Ideologie»: Josef Lang.
«Überholte Ideologie»: Josef Lang.

Bern - Jäger dürfen weiterhin jagen, Waffensammler weiterhin sammeln, und auch das «Obligatorische» oder Schützenkurse, - vereine und -feste sollen nicht verboten werden. Mit diesen Feststellungen hat ein überparteiliches Komitee unter dem Credo «300 Schusswaffentote im Jahr sind 300 zu viel!» am Dienstag in Bern für die Waffen-Initiative geworben.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die Behauptungen der Initiativ-Gegner träfen nicht zu, wonach die Annahme der Volksinitiative «für den Schutz vor Waffengewalt» für Schützen, Jäger oder Waffensammler das Aus bedeuten würde, erklärten Vertreter der SP, Grünen, EVP, CSP sowie der CVP-Frauen Schweiz.

Jene, die eine Waffe besitzen wollten, müssten nachweisen, wofür sie diese brauchten und dass sie damit umgehen könnten, sagte die Zürcher SP-Nationalrätin Chantal Galladé. Sie verspricht sich wie die anderen Befürworter bei einer Umsetzung der Initiative weniger Tote.

Bundesrat: Suizidrate und häusliche Gewalt können gesenkt werden.

In der Schweiz kommen nach Angaben des Komitees jährlich rund 300 Menschen durch Schusswaffen ums Leben. Das seien 300 Tote zu viel. Sogar der Bundesrat halte in seiner Abstimmungsbotschaft fest, dass mit einer reduzierten Verfügbarkeit von Feuerwaffen die Suizidrate gesenkt und häusliche Gewalt eingedämmt werden könnte, sagte der grüne Zuger Nationalrat Josef Lang.

«Wir wollen kein Sturmgewehr im Keller oder im Kleiderkasten», doppelte Babette Sigg Frank, Präsidentin der CVP-Frauen Schweiz, nach. Und überhaupt: «Ein Mann ist auch ohne Waffen ein Mann.» Während die CVP-Frauen zur Abstimmung vom 13. Februar die Ja-Parole herausgegeben haben, ist die Abstimmungsempfehlung der CVP Schweiz noch ausstehend.

«Wir leben schliesslich nicht im Wilden Westen.»

Für EVP-Präsident Heiner Studer als Christ ist Lebensschutz in allen Bereichen wegleitend. CSP-Vertreter Maurice Page hält es für die Pflicht des Staates, den Besitz und den Gebrauch von Waffen zu kontrollieren. «Das ist nicht verhandelbar, wir leben schliesslich nicht im Wilden Westen.»

(ht/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Nationalrat Jo Lang (Grüne/ZG) will als Vertreter des Initiativkomitees «Für ... mehr lesen
Josef Lang von den Grünen/ZG.
Ausschlaggebend für das Ja waren die Frauen.
Bern - Die Waffenschutzinitiative wäre laut einer Umfrage vier Wochen vor der Abstimmung angenommen worden. 52 Prozent der Befragten wollten ein Ja einlegen, 39 Prozent ein ... mehr lesen
Bern - Unter den Kantonen herrscht ... mehr lesen
Die Gegner prophezeien das Ende von Feldschiessen und Schützenfesten.
Der Waffenbesitz soll nur noch mit einem Bedürfnis- und Fähigkeitsausweis möglich sein.
Bern - Die Befürworter der Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» liegen fünf Wochen vor der Abstimmung klar in Führung. Würde heute abgestimmt, sprächen sich gemäss einer Umfrage des ... mehr lesen 250
Bern - Wenn die Armeewaffen nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden dürften, ... mehr lesen
Die Waffeninitiative gefährde Schweizer Werte, sind die bürgerlichen Parteien überzeugt. (Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Zwischen Bodensee und Säntis ist eine Landesausstellung geplant.
Zwischen Bodensee und Säntis ist eine Landesausstellung geplant.
Abstimmung am 5. Juni  Bern - Neben den fünf eidgenössischen Abstimmungsfragen entscheiden am 5. Juni die Stimmberechtigten über zahlreiche kantonale Vorlagen. In den Kantonen St. Gallen und Thurgau wird über das Schicksal der Expo2027 befunden. mehr lesen 
Künftig mindestens 500'000.-- und die ganze Schweiz inklusive: SwissPass, der schon bald mal GACH heissen könnte.
Etschmayer Durch ungeschickte Avancen von SBB- und Post-Chefs, droht die Service-Public-Initiative tatsächlich angenommen zu werden. Von ... mehr lesen  
Wahlen 2015  Bern/Lausanne - Die SVP hat ihr gutes ... mehr lesen
Migration, Asyl und Flüchtlinge galten bei der Wählerschaft als wichtigstes Problem. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 10°C 12°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel 11°C 14°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen 9°C 10°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Bern 10°C 13°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 10°C 12°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf 10°C 14°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 8°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten