Alonso ist Weltmeister!
publiziert: Sonntag, 25. Sep 2005 / 21:07 Uhr

Fernando Alonso hat im Grand Prix von Brasilien wie erwartet für klare Verhältnisse gesorgt. Der Spanier belegte hinter dem McLaren-Mercedes-Duo Platz 3 und liess sich damit als jüngster Formel-1-Weltmeister feiern.

Fernando Alonso hat's geschafft: Er ist der jüngste Formel-1-Weltmeister.
Fernando Alonso hat's geschafft: Er ist der jüngste Formel-1-Weltmeister.
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Die Sauber-Fahrer gingen leer aus. Nach dem Qualifying vom Samstag, in dem sich Felipe Massa und Jacques Villeneuve die Startplätze 8 und 11 gesichert hatten, durfte das Sauber-Team durchaus auf Punktezuwachs hoffen.

Vor allem Massa hätte nur allzu gerne seine Heimatstadt mit einem zählbaren Resultat verlassen wie im Vorjahr, als er Achter geworden war. Im Rennen wurde der Lokalmatador aber eines Besseren belehrt. Weil aus den derzeit stärksten Teams kein einziger Fahrer ausschied, stand er bei der Punktevergabe im Abseits.

Villeneuve musste seinen 150. Grand Prix gar aus der Boxengasse unter die Räder nehmen. Am Auto mit der Nummer 11 musste eine kleine, verbogene Stange am hinteren Stabilisator ausgewechselt werden, was die Stewards etwas kleinlich als verbotenen Eingriff der Mechaniker ahndeten.

Die Crew nutzte die Gelegenheit, das im Vergleich mit Massa ohnehin mit einer grösseren Benzinmenge betankte Auto des Kanadiers mit zusätzlichen zehn Kilogramm Sprit zu versehen.

Auch Villeneuve mit zwei Stopps

Für Villeneuve war vorerst eine Ein-Stopp-Strategie vorgesehen, zumal er seinen ersten Zwischenhalt bis zur Hälfte des Pensums hinauszögern konnte.

Die Techniker kamen aber auf ihren Entscheid zurück, so dass der frühere Weltmeister wie alle anderen Fahrer die Tankstelle zweimal aufsuchte. Die Aussicht auf WM-Punkte wurde für Villeneuve schon in der ersten Rennphase getrübt.

Für eine Klassierung in den ersten acht wurde er zu lange von den Holländern Robert Doornbos und Christijan Albers in den Minardi aufgehalten.

Ungefährdeter Sieg

59 Tage nach seinem 24. Geburtstag ist Fernando Alonso am Ziel angelangt. Gefordert war im Falle eines Sieges von Kimi Räikkönen der 3. Rang - und exakt diese Vorgabe erfüllte der Asturier.

Die Pace der überlegenen McLaren-Mercedes vermochte der aus der Pole-Position gestartete neue Champion wie erwartet nicht mitzugehen.

So deutlich die beiden «Silberpfeil»-Fahrer das Rennen dominierten, so ungefährdet blieb aber Alonsos Podestplatz über die gesamte Distanz.

Alonso bescherte Renault den ersten Fahrer-Titel als eigenständiges Team und machte sich selber zum jüngsten Weltmeister in der Formel-1-Geschichte.

In dieser Statistik löste er Emerson Fittipaldi ab. Der Brasilianer war 25 Jahre und 274 Tage alt, als er im September 1972 in Monza den ersten seiner zwei Titel sicher stellte.

Doppelerfolg für McLaren-Mercedes

Dass Juan Montoya und Räikkönen für den ersten Doppelerfolg von McLaren-Mercedes seit August 2000 (Mika Häkkinen vor David Coulthard in Österreich) sorgten, war demnach nur noch für die Konstrukteurenwertung von Belang.

Dort hat das Team von Ron Dennis Renault mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze abgelöst.

Montoya, der nach Silverstone und Monza zu seinem dritten Saisonsieg kam, stiess im Fahrerklassement auf Kosten des abtretenden Weltmeisters Michael Schumacher, der diesmal Vierter wurde, auf Platz 3 vor.

BMW-Williams chancenlos

Der Deutsche hat wohl gleich viele Zähler wie der Kolumbianer auf dem Konto, liegt aber in Bezug auf die Siege mit 1:3 hinten.

Das Personal von BMW-Williams konnte sich schon kurz nach dem Start ans Zusammenpacken machen, denn die beiden Fahrer Antonio Pizzonia und Mark Webber kamen nur wenige Meter weit.

David Coulthard touchierte im Red Bull-Cosworth das Heck des Autos mit Pizzonia, der seinerseits seinen Teamkollegen mit ins Verderben riss.

Webber nochmals eingegriffen

Hinter dem Safety-Car, der das Geschehen auf dem Rundkurs während zwei Runden neutralisierte, reihten sich derart nur noch 17 der 20 Boliden ein. Webber griff zwar mit 25 Runden (!) Rückstand noch einmal ins Geschehen ein.

Dies geschah aber einzig im Hinblick auf das Qualifying für den Grand Prix von Japan, für das die Fahrer reglementsgemäss in umgekehrter Reihenfolge des Klassements von São Paulo aufgerufen werden.

Weil in Brasilien mit Doornbos nur noch ein weiterer Fahrer ausschied, brachte die Aktion Webber allerdings keine nennenswert bessere Ausgangslage.

Die Resultate:
1. Juan Montoya (Kol), McLaren-Mercedes. 2. Kimi Räikkönen (Fi), McLaren-Mercedes, 2,5 Sekunden zurück. 3. Fernando Alonso (Sp), Renault, 24,8. 4. Michael Schumacher (De), Ferrari, 35,6. 5. Giancarlo Fisichella (It), Renault, 40,2. 6. Rubens Barrichello (Br), Ferrari, 69,1. 7. eine Runde zurück: Jenson Button (Gb), BAR-Honda. 8. Ralf Schumacher (De), Toyota. 9. Christian Klien (Ö), Red Bull-Cosworth. 10. Takuma Sato (Jap), BAR-Honda. 11. Felipe Massa (Br), Sauber-Petronas. 12. Jacques Villeneuve (Ka), Sauber-Petronas. 13. zwei Runden zurück: Jarno Trulli (It), Toyota. 14. Christijan Albers (Ho), Minardi-Cosworth. 15. drei Runden zurück: Narain Karthikeyan (Ind), Jordan-Toyota.

WM-Stand (17/19). Fahrer:
1. Alonso 127 (Weltmeister). 2. Räikkönen 94. 3. Montoya 60. 4. Michael Schumacher 60. 5. Fisichella 45. 6. Truli 43. 7. Barrichello 38. 8. Ralf Schumacher 38. 9. Button 32. 10. Webber 29. 11. Heidfeld 28. 12. Coulthard 21. 13. Villeneuve 9. 14. Massa 8. 15. Monteiro 7. 16. Wurz 6. 17. Karthikeyan 5. 18. Klien 5. 19. Albers 4. 20. De la Rosa 4. 21. Friesacher 3. 22. Pizzonia 2. 23. Sato 1. 24. Liuzzi 1. 25. Doornbos 0. -- Teams: 1. McLaren-Mercedes 164. 2. Renault 162. 3. Ferrari 98. 4. Toyota 82. 5. BMW-Williams 59. 6. BAR-Honda 33. 7. Red Bull-Cosworth 27. 8. Sauber-Petronas 17. 9. Jordan-Toyota 12. 10. Minardi-Cosworth 7.

(rr/Si)

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