Alpenquerender Lastwagenverkehr legt zu
publiziert: Freitag, 20. Feb 2004 / 12:08 Uhr / aktualisiert: Freitag, 20. Feb 2004 / 12:49 Uhr

Bern - Die Zahl der schweren Lastwagen im alpenquerenden Güterverkehr hat 2003 gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent zugenommen. Das Zwischenziel der Stabilisierung wurde dennoch erreicht: Das Verkehrsaufkommen lag unter jenem von 2000.

Der alpenquerende Lastwagenverkehr hat nur leicht zugenommen.
Der alpenquerende Lastwagenverkehr hat nur leicht zugenommen.
Um das langfristige Verlagerungsziel zu erreichen, seien weitere grosse Anstrengungen erforderlich, teilte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit. Ab dem Jahr 2009 sollen jährlich nicht mehr als 650 000 Lastwagen die Alpen auf der Strasse überqueren.

Von diesem Ziel ist man noch weit entfernt: Im Jahr 2003 querten 1 292 000 Lastwagen die Schweizer Alpen - also fast doppelt so viele, wie es dereinst sein sollten. Es waren aber 8 Prozent weniger als im Jahr 2000, dem letzten Jahr mit vergleichbaren Verhältnissen.

Abnahme teilweise durch Schliessung bedingt

Die starke Abnahme der Fahrzeugzahl zwischen 2001 und 2002 (minus 9 Prozent) war teilweise auf die unfallbedingte Schliessung des Gotthard-Strassentunnnels sowie die Sicherheitsmassnahmen am Gotthard und am San Bernardino zurückzuführen.

Das Verkehrsverlagerungsgesetz verlangte die Stabilisierung des alpenquerenden Güterverkehrs bis zum Sommer 2004. Als Referenzjahr gilt das Jahr 2000; damals wurden rund 1,4 Millionen Lastwagen im alpenquerenden Strassenverkehr gezählt.

Für die erreichte Stabilisierung seien mehrere Faktoren verantwortlich, schreibt das UVEK. Unter anderem bewähre sich die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA).

LSVA soll erhöht werden

Um in den kommenden Jahren eine Abnahme des alpenquerenden Lastwagenverkehrs zu erreichen, soll die LSVA voraussichtlich ab 2005 von heute 1.6 auf 2.4 Rappen pro Tonnenkilometer erhöht werden. Eine Fahrt mit einem 40-Tonnen Fahrzeug durch die Schweiz wird dann rund 300 Franken kosten.

Im kommenden Herbst wird der Bundesrat den zuständigen Kommissionen des Parlaments den zweiten Verlagerungsbericht vorlegen. Auf Grund dieser Zwischenbilanz soll entschieden werden, ob weitere Massnahmen zur Erreichung des Verlagerungszieles eingeleitet werden müssen.

(rp/sda)

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