Ohne Vorbereitung
Alterung schreitet weltweit voran
publiziert: Donnerstag, 2. Okt 2014 / 09:04 Uhr
Älter werden in unserer Zeit.
Älter werden in unserer Zeit.

London - Die Weltbevölkerung wird zwar immer älter, ist jedoch nicht darauf vorbereitet. Das ist das Fazit des «Global AgeWatch Index», einer Bewertung der Lebensqualität von Menschen über 60 Jahren.

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Die von HelpAge International durchgeführte Bewertung basiert auf Faktoren wie Einkommenssicherheit, Gesundheit und Lebensumfeld.

Afghanistan als Schlusslicht

Das Älterwerden wird einem Bericht des «NewScientist» zufolge häufig als Phänomen der reichen Länder angesehen. Es ist jedoch weltweit ein Thema.

Ältere Menschen finden in ärmeren Ländern jedoch eher schlechtere Lebensbedingungen vor. Der Global AgeWatch Index geht davon aus, dass die Zukunft vor allem für arme alte Menschen schwer werden wird.

Afghanistan bietet die schlechtesten Lebensbedingungen, gefolgt von Mosambik und den palästinensischen Gebieten. Am besten sind die Lebensbedingungen in Norwegen, Schweden und der Schweiz.

Höheres Alter im Westen

Weltweit hat sich die Lebenserwartung in den vergangenen 50 Jahren auf 66 Jahre erhöht. Vor 100 Jahren lag zum Beispiel die Lebenserwartung der Briten bei 47 Jahren. Heute liegt weniger als ein Dutzend Länder unter diesem Wert. Menschen in Costa Rica, Taiwan und auf Kuba können heute davon ausgehen, dass sie so alt werden wie die Amerikaner.

Eine Reihe immer reicher werdender Länder ignoriert laut der Studie jedoch die älteren Einwohner. Heute in der Türkei alt zu sein, ist so schlimm wie in Kambodscha. Mexiko, das viel ärmer ist als die Türkei, schneidet hier deutlich besser ab und ist heute für ältere Menschen ein besserer Ort zum Leben als Italien oder Portugal.

Die Lebenserwartung nimmt in reichen und in armen Ländern laut der Untersuchung zu. Eine Frau mit 60 Jahren kann heute davon ausgehen, dass sie 82 wird. Die Lebenserwartung bei Männern liegt bei rund 79 Jahren. In China leben heute bereits mehr alte Menschen als in jedem anderen Land. Bis zur Mitte des Jahrhunderts werden hier wahrscheinlich 150 Mio. Menschen älter als 75 Jahre sein.

Probleme durch Pensionen

Laut dem leitenden Wissenschaftler Asghar Zaidi vom Centre for Research on Ageing an der University of Southampton sieht die Zukunft für hunderte Mio. Menschen düster aus. Sie werden von ihren Kindern abhängig sein.

In Ländern mit geringen und mittleren Einkommen erhält nur eine von vier Personen über 65 Jahren eine Pension. Obwohl Frauen älter werden, ist es laut der aktuellen Erhebung weniger wahrscheinlich, dass sie auch eine Pension erhalten. Diese Vernachlässigung führt laut der Studie dazu, dass ältere Menschen viel weniger zum Leben der Gemeinschaft beitragen können als sie eigentlich in der Lage wären.

(awe/pte)

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