Schnee bis 1000 Meter und Lawinengefahr
Am Wochenende ist Schnee bis 1000 Meter über Meer angekündigt
publiziert: Donnerstag, 30. Aug 2012 / 18:16 Uhr
Auf 2000 Meter fallen am Alpennordhang 10 bis 20 cm, im Wallis, im Tessin und in Graubünden bis 10 cm Schnee. (Symbolbild)
Auf 2000 Meter fallen am Alpennordhang 10 bis 20 cm, im Wallis, im Tessin und in Graubünden bis 10 cm Schnee. (Symbolbild)

Davos - Kaum ist die Hochsommerhitze vorbei, gibt es bereits schon wieder ein Lawinenbulletin. Für das Wochenende wird in der Schweiz Schnee bis knapp 1000 Meter über Meer angekündigt. Lawinengefahr herrscht vor allem im Hochgebirge.

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Laut dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung erfasst eine Kaltfront das Land. Sie bringt intensive Niederschläge vor allem am Alpennordhang, die bis Samstag andauern. Die Schneefallgrenze sinkt von über 3000 Meter am Donnerstagabend auf 2000 Meter am Freitagmorgen und auf 1600 Meter in der Nacht auf Samstag.

Gemäss MeteoSchweiz können während intensiver Niederschlagsphasen nasse Flocken besonders in engen Alpentälern sogar bis knapp auf 1000 Meter herab fallen. «Sommer ade», schrieb das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie am Donnerstag.

In der Höhe bis ein Meter Schnee

Nach einem oft sonnigen und heissen August lag nur auf den Gletschern des Hochgebirges Schnee. Auch diese waren meist nur an Nordhängen oberhalb von rund 3500 Metern schneebedeckt. Der erwartete Schnee fällt somit meist auf aperen Grund oder auf Blankeis.

Bis Samstagmittag fallen oberhalb von 3000 Metern gemäss dem am Donnerstag veröffentlichten Lawinenbulletin folgende Schneemengen: Alpennordhang 60 bis 100 cm, Wallis, Tessin und Graubünden 30 bis 60 cm. Auf 2000 Meter fallen am Alpennordhang 10 bis 20 cm, im Wallis, im Tessin und in Graubünden bis 10 cm Schnee.

Der Wind weht meist schwach, in der Nacht auf Samstag vorübergehend mässig bis stark aus Nord bis Nordost. Dabei entstehen vor allem im Hochgebirge Triebschneeansammlungen.

Einzelpersonen können Lawinen auslösen

Die Gefahr für trockene Lawinen steigt vor allem oberhalb von 2500 bis 3000 Meter an. Einzelpersonen können Lawinen auslösen. Vor allem am Alpennordhang sind spontane Lawinen bis mittlerer Grösse möglich. Die Verhältnisse für Hochtouren sind ungünstig.

Unterhalb von 2500 bis 3000 Metern sind spontane nasse Rutsche aus glatten Grashängen und Felsplatten zu erwarten. Die Mitreiss- und Absturzgefahr muss beachtet werden. Insbesondere Rutsche aus Strassenböschungen können hoch gelegene, exponierte Verkehrswege gefährden.

Am Sonntag und Montag nimmt die Gefahr von trockenen Lawinen langsam ab. Die Gefahr von nassen Rutschen bleibt mit steigenden Temperaturen und gebietsweise Regen aber bestehen. Das nächste Lawinenbulletin erscheint beim nächsten grossen Schneefall.

(knob/sda)

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