Amnestie für verurteilten Berlusconi-Vertrauten
publiziert: Freitag, 5. Mai 2006 / 07:39 Uhr

Rom - Der frühere italienische Verteidigungsminister Cesare Previti ist wegen Bestechung von Richtern rechtskräftig verurteilt worden.

Cesare Previti muss die Haftstrafe wegen einer Amnestie-Regelung nicht verbüssen.
Cesare Previti muss die Haftstrafe wegen einer Amnestie-Regelung nicht verbüssen.
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Previti gilt als Vertrauter des im April abgewählten Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

Das Kassationsgericht in Rom verhängte gegen Previti eine sechsjährige Haftstrafe, die der 70-Jährige jedoch wegen einer noch unter Berlusconi kürzlich beschlossenen Amnestie-Regelung nicht verbüssen muss. Für Previti tritt damit lediglich Hausarrest in Kraft.

Das Kassationsgericht verringerte eine erstinstanzliche Haftstrafe von sieben auf sechs Jahre. Previti wurde für schuldig befunden, Richter beeinflusst zu haben. Dadurch hatte er 1993 erreicht, dass die staatliche Bank IMI an die Familie des Ölmagnaten Nino Rovelli eine Millionen-Entschädigung zahlen musste.

Das Gericht sprach Previti in einer weiteren Affäre jedoch frei. Dabei ging es um die Bedingungen des Kaufs der Verlagsgruppe Mondadori durch Berlusconis Fininvest-Konzern. Für Berlusconi war in diesem Fall eine Verjährungsfrist überschritten.

(bert/sda)

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