Amnesty International: Aktion für Freilassung Göldis
publiziert: Montag, 22. Feb 2010 / 07:56 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Feb 2010 / 18:41 Uhr

Bern - Es kommt Bewegung in die Affäre um die zwei über anderthalb Jahre in Libyen festgehaltenen Schweizer: Max Göldi verliess am Mittag die Botschaft in Tripolis. Er wurde von libyschen Beamten abgeholt, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters.

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Amnesty International setzt sich derweil bei den libyschen Behörden für die sofortige Freilassung von Göldi ein. Das erstinstanzliche Verfahren sei nicht fair verlaufen, zudem sei die Anklage politisch motiviert, schreibt die Menschenrechtsorganisation in einer Stellungnahme.

Darin spricht sie sich grundsätzlich gegen Gefängnisstrafen bei Verstössen gegen Einreisebestimmungen aus. Amnesty International lanciert nun eine dringliche Aktion, um die Freilassung des Schweizers und die Erlaubnis für seine Ausreise zu erwirken. Diese kann auf der Website der Organisation unterzeichnet werden.

Göldi in Gefängnis gebracht

Göldi hatte am Mittag die Botschaft verlassen und war in ein Gefängnis gebracht worden. Es sei sehr tragisch, dass er für die Affäre um Hannibal Gaddafi den Kopf hinhalten müsse und für ihn der Weg zurück in die Schweiz offenbar über ein libysches Gefängnis führe, liess Amnesty International verlauten.

Die Organisation fordert auch, dass der zweite Schweizer, Rachid Hamdani, Libyen sofort verlassen kann. Noch lägen keine Hinweise über seine Ausreise vor. Am Morgen noch hatte sich Amnesty International erfreut gezeigt, dass Hamdani möglicherweise ausreisen könne.

Hamdani darf Libyen verlassen

Laut seinem Anwalt wird Hamdani Libyen am Montag verlassen. Sobald er sein Ausreisevisum erhalten habe, werde der tunesisch-schweizerische Doppelbürger nach Tunesien ausreisen.

Libyen hatte der Schweizer Botschaft in Tripolis laut der amtlichen libyschen Nachrichtenagentur Jana zuvor ein Ultimatum bis am Mittag gestellt, um Göldi den libyschen Behördem zu übergeben. Andernfalls werde Libyen «Massnahmen» ergreifen. Libyens Aussenminister Moussa Koussa kündigte zugleich an, dass Hamdani das Land verlassen könne.

(fest/sda)

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Die Gespräche werde fortgesetzt, so Bundesrätin Micheline Calmy-Rey.
... und vielleicht, anders ausgedrückt, ist sich auch Hamdani ahnend sicher , ...
... dass die Ghadaffis NUR bestimmte Formulierungen hören (wollen oder hören können)! Was wissen wir über diese libyischen Tradtitionen und Regeln, die unter Todesdrohung nicht verletzt werden dürfen!?

In einer Dokumentation über die Beduinen, um solche soll es sich ja bei den Ghadaffis handeln, habe ich gehört, dass die Gastfreundschaft dieser Volksgruppen sehr offen und doch sehr kompliziert sein kann!

Wer es genau kennt, kann sich hier ja darüber auslassen ....
Thomy, da erinnere ich mich an...
das schöne Lied: "Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten....."

Ich glaube da haben sich mindestens UNSERE Gedanken am gleichen Punkt getroffen.

Aber bei all dem Spielchen wirds mir mulmig ums Gemüte und ich frage mich nicht WO, sondern OB es überhaupt noch Ehrlichkeit gibt. Denn ich fühle mich selbst um einen ehrlichen Kerzenschein betrogen.
Vielleicht kennt halt der Herr Hamdani die libyische ...
... Seele besser, vielleicht sogar die des Despoten sebst, als wir und redet "ins Herz" des sonst unzugänglichen Herrschers - Dies kann uns Hamdani natürlicherwiese heute ... nicht sagen. Vielleicht "morgen"?
Der andere kommt heim - und was soll das
Da wird Herr Hamdani (muslimischen Glaubens) von 2 Anklagen freigesprochen und via Tunesien in die Schweiz entlassen während dem Herr Göldi in Handschellen abgeführt und absitzen muss. Herr Hamdani sagt er glaube zu träumen dass er frei ist? Er wolle sich öffentlich nicht äussern im Interesse von Herr Göldi.

Ein Tag später sagt der gleiche Hamdani er habe sich nicht als Geisel gefühlt, sei gut behandelt worden und sei auch nie verhaftet worden, sein Aufenthalt in der Schweizer Botschaft habe die Sache nur noch problematischer gemacht. Er freue sich wieder mal nach Libyen zurück zukehren.

Träumt Herr Hamdani nur, oder ist er ein Träumer. Warum hat Herr Hamdani denn nicht einfach die Botschaft verlassen und so die Probleme vermindert. Warum ist er eigentlich nicht überhaupt in Libyen geblieben und hat nicht gleich seine Familie nach Libyen in die Ferien eingeladen.

Herr Hamdani ist uns wirklich noch viele Antworten schuldig.

Ich ärgere mich über die für Ihn abgebrannte Kerze.
Melde mich gehorsam zum Kommentar, liebe Valerie
Ich kann halt auch nicht tage- und nächtelang im Internet rumhängen. Gestern hatten wir noch Stromausfall und ab und zu gehe auch ich noch ein wenig arbeiten.

Den Beitrag von kuwilli habe ich persönlich keineswegs so aufgefasst, dass man ihm gleich an die Karre fahren muss. In diesem Post habe ich weder Hass, Verachtung, Arroganz oder sonst etwas unsympathisches gelesen, nur ein leiser Humor war vorhanden. Den Berlusconi würde ich dem Gaddafi auch gerne schicken.

Sie mögen doch Schnitzelbänke (ich übrigens auch). Weshalb wundern Sie sich denn, dass wir nicht alle aufschreien, nur weil sich sein/ihr Spruch halt nicht gereimt hat? Ich lese auch gerne Prosa.
Wer lenkt
Nur heisst es heute der Staat denkt, der Staat lenkt.

Wir müssen ja von uns selbst beschützt werden!
neiiin um Himmels Willen
ich hab nichts gegen Katholiken, ich war ja selber einer.
Auch nichts gegen Protestanten nichts gegen Juden und eben so wenig gegen Muslime und was da sonnst noch kreucht und fleucht.

Wenigsten solange nicht, wie sie den christlichen Grundgedanken nicht für ihre niederen ideologischen oder politischen Zwecke missbrauchen.

Im Übrigen haben diese Gruppierungen alle ihren Ursprung im Nahenosten. Wie sie als Religionsfachfrau, sicher wissen.

Im März 2007 lehnten sowohl die Glarner Kantonsregierung als auch der reformierte Kirchenrat eine Rehabilitation Anna Göldis anlässlich ihres 225. Todestages ab,

Ich finde es aber auch sehr fortschrittlich, dass wir keine Religionskriege mehr haben und auch keine Hexen mehr verbrennen.

Ich kann es übrigens verstehen, dass sie es nicht verstehen. Wie heisst es doch so treffend. der Mensch denkt und Gott lenkt.
Ergo ist denken keine Gottesgabe
Was soll das?
Ich verstehe diesen Spruch betr. Katholiken nicht. Sind Sie Nichtchrist und versuchen die Christen gegeneinander aufhetzen oder wie soll man das verstehen?

Die Religionskriege in der Schweiz fanden im 19. Jahrhundert statt und dann wurde ein gut freundeidgenössischer Kompromiss gefunden, der sich bis heute bewährt hat.
Katholiken und Protestanten bekämpfen sich nicht so wie Schiiten und Sunniten, falls Sie das nicht wissen sollten.

Ich wundere mich, dass sich ausser Caissa sonst niemand gemeldet hat, vor allem die Leute nicht, die sonst aufschreien, wenn ein Wörtchen gegen die Moslems ausgesprochen wird.
nochmals
Tunesien und Libyen pflegen gutnachbarliche Beziehungen. Ich nehme an dass Hamdani verhaftet oder zurückgehalten wurde als Schweizer mit Schweizerpass und erst später seine Doppelbürgerschaft wahrgenommen wurde. Entsprechend wurde wohl nun der Fehler gutnachbarlich korrigiert.

Alles Annahmen natürlich.

Von wegen geifern! War nicht so gemeint!
äxgüssi
warum geifern sie mich so an?

was ich damit sagen wollte und will, man kann nicht von gutnachbarlicher Beziehung schreiben wenn jemand ohne rechtliche Begründung, mehr als eineinhalb Jahre an der Ausreise gehindert wird.
.
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