Amnesty: Zuviel Nachsicht mit Abu Ghraib-Folterern
publiziert: Donnerstag, 28. Apr 2005 / 08:51 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Apr 2005 / 10:45 Uhr

London - Ein Jahr nach Bekanntwerden des Misshandlungsskandals im irakischen Abu-Ghraib-Gefängnis hat Amnesty International den USA zu grosse Nachsicht bei der Strafverfolgung der Verantwortlichen vorgeworfen.

Verbündete im Kampf gegen Terror? Folterer Spec. Graner und Harman mit Gefangenen.
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Ein Jahr danach müssen die US-Behörden endlich eine unabhängige Untersuchung einleiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, forderte Amnesty-Generalsekretärin Irene Khan in einer in London verbreiteten Erklärung.

Sie wies darauf hin, dass der Skandal für die Führungen von Armee und Verteidigungsministerium keine Konsequenzen nach sich gezogen habe. So müsse beispielsweise die Rolle von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld geklärt werden.

Freibrief für Folter

Khan beklagte, dass das schlechte Vorbild der US-Soldaten in Abu Ghraib von anderen Staaten als Freibrief für ähnliches Verhalten angesehen werden könne. So gebe es aktuelle Berichte über Folter durch einheimische Behörden im Irak.

Im Februar seien drei Männer in Polizeigewahrsam gestorben; ihre Leichname hätten deutliche Zeichen von Schlägen und Elektroschocks getragen. Auch gebe es Informationen, dass im irakischen Innenministerium gefoltert werde.

Fotos schockierten die Welt

Die im April vergangenen Jahres veröffentlichten Fotos von der Misshandlung irakischer Gefangener im Abu-Ghraib-Gefängnis durch US-Soldaten hatten die Weltöffentlichkeit schockiert.

Am vergangenen Freitag hatte ein Untersuchungsausschuss des US-Verteidigungsministeriums vier von fünf ranghohen Offizieren der US-Armee von jeglicher Verantwortung freigesprochen.

(fest/sda)

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