Neue Beweise für Gewalt
Amnesty berichtet von Folter in Syrien
publiziert: Donnerstag, 14. Jun 2012 / 07:40 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Jun 2012 / 08:09 Uhr
Für den Bericht haben Amnesty-Mitarbeiter mehr als 200 Interviews mit Angehörigen geführt.
Für den Bericht haben Amnesty-Mitarbeiter mehr als 200 Interviews mit Angehörigen geführt.

London - Tötungen, Folter und zerstörte Häuser: Amnesty International hat neue Beweise für die dramatische Eskalation der Gewalt in Syrien vorgelegt. Quelle für den Bericht sind 200 Interviews, die AI-Mitarbeiter im Nordwesten des Landes geführt haben.

6 Meldungen im Zusammenhang
Der Bericht zeige, dass die syrischen Regierungstruppen und regimetreue Milizen für schwere Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich seien, teilte die Organisation am Donnerstag in London mit.

«Wo ich auch hinging, habe ich verzweifelte Menschen getroffen, die gefragt haben, warum die Welt zuschaue und nichts mache», sagte Donatella Rovera, die kürzlich für Amnesty International in Syrien war, um Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen.

«Der UNO-Sicherheitsrat hat mehr als ein Jahr lang gezögert, während sich in Syrien eine Menschenrechtskrise entwickelt hat. Jetzt muss er handeln, um die Gewalt zu stoppen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.»

Für den Bericht haben Amnesty-Mitarbeiter von Mitte April bis Mitte Mai 23 Städte und Dörfer im Nordwesten Syriens besucht und dabei mehr als 200 Interviews mit Angehörigen geführt.

Familien hätten Amnesty beschrieben wie Verwandte verschleppt und von Soldaten erschossen worden seien. In manchen Fällen seien die Toten angezündet worden. Zudem hätten Soldaten und Schabiha-Milizen Häuser in Brand gesteckt, heisst es im Bericht weiter.

Amnesty International hat nach eigenen Angaben die Namen von mehr als 10'000 Menschen erhalten, die während des Konflikts umgekommen sind.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - Mit dem schweren Beschuss syrischer Städte begeht das Regime in ... mehr lesen
Laut Navi Pillay begeht Syrien ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Robert Mood sieht Blauhelme in Syrien gefährdet.
Washington - Der Leiter der UNO-Beobachtermission in Syrien (UNSMIS), Robert Mood, hat vor einer Zuspitzung des ... mehr lesen
Damaskus - Nach blutigen Kämpfen mit Tausenden Toten droht die syrische Führung ihren Gegnern mit einer ... mehr lesen
Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad macht Druck.
Gefechte in Syrien. (Symbolbild)
New York - Bei Angriffen syrischer Regierungstruppen sind am Dienstag nach Angaben der Opposition im Osten ... mehr lesen
Jerusalem - Israels Vize-Ministerpräsident Schaul Mofas hat dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Völkermord ... mehr lesen
Schaul Mofas, Vize-Regierungschef Israel
Weitere Artikel im Zusammenhang
New York - UNO-Beobachter haben am Freitag in Syrien zum ersten Mal den Schauplatz eines mutmasslichen Massakers mit fast 80 Todesopfern inspiziert. Im Dorf Masraat al-Kobeir sei definitiv ein schreckliches Verbrechen verübt worden, sagte eine Sprecherin der Beobachter, Sausan Ghosheh. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte gedacht. mehr lesen  
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich -2°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Basel -2°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen -3°C 3°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern -5°C 2°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 0°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Genf 2°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel Nebel
Lugano 2°C 9°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten