Zwangsräumungen in China nehmen laut Amnesty drastisch zu
Amnesty prangert Zwangsräumungen in China an
publiziert: Donnerstag, 11. Okt 2012 / 19:44 Uhr

Hongkong/London - Die Zahl von Zwangsräumungen in China hat nach einem Bericht von Amnesty International in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Bewohner, die sich gegen die Räumungen wehrten, würden schikaniert, geschlagen, inhaftiert oder getötet.

1 Meldung im Zusammenhang
41 Menschen, denen der Verlust ihres Heimes drohte, hätten sich in den vergangenen Jahren aus Verzweiflung selbst verbrannt, berichtete die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag in Hongkong.

Als Ursache für die Zwangsräumungen nennt Amnesty das Wirtschaftswachstum: Für lokale Behörden sei der Verkauf von Land an Investoren das beste Mittel, gute Wachstumszahlen vorzulegen oder Schulden zu begleichen.

«Die chinesische Regierung muss rechtswidrige Zwangsräumungen sofort stoppen und aufhören, Aktivisten, die sich gegen gewaltsame Räumungen einsetzen, zu verfolgen und zu inhaftieren», forderte Verena Harpe, China-Expertin bei Amnesty laut Mitteilung.

Menschenunwürdige Bedingungen

Die aus ihrem Zuhause Vertriebenen lebten demnach oft unter menschenunwürdigen Bedingungen: weit weg von Jobs, Schulen, ärztlicher Versorgung und öffentlichem Verkehrssystem. Der Amnesty-Bericht dokumentiert 40 Einzelfälle gewaltsamer Räumung ohne angemessene Entschädigung und Zugang zu Rechtsmitteln - neun davon endeten tödlich.

Die chinesische Regierung habe die Brisanz der Situation erkannt und im Vorjahr einige Neuregelungen eingeführt, die etwa Gewalt bei Räumungen verbiete, schreibt die Menschenrechtsorganisation weiter.

«Diese Bestimmungen sind aber längst nicht ausreichend und beziehen sich nur auf den städtischen Raum. China ist als Mitglied des UNO-Sozialpakts dazu verpflichtet, einen umfassenden Schutz vor rechtswidrigen Zwangsräumungen zu gewährleisten», erklärte Harpe.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Madrid - Im Euro-Krisenland Spanien führt eine wachsende Zahl von Zwangsräumungen zu Verzweiflungstaten. Ein 54-jähriger Mann erhängte sich in seiner Wohnung in der südspanischen Stadt Granada wenige Stunden vor Ankunft der mit einer Zwangsräumung beauftragte Polizei. mehr lesen 
Ban Ki Moon wünscht sich eine 'transparente, inklusive und friedliche' Abstimmung.
Ban Ki Moon wünscht sich eine 'transparente, inklusive und friedliche' ...
Neuer Präsident und neues Parlament gewählt  New York - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hofft auf einen störungsfreien Ablauf der Wahlen in Nigeria. Er wünsche sich eine «transparente, inklusive und friedliche» Abstimmung, erklärte Ban am Freitag in New York. 
Abuja, Hauptstadt von Nigeria
Wahlen in Nigeria auf Ende März verschoben Abuja - Wegen Sicherheitsbedenken sind die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Nigeria kurzfristig um sechs Wochen ...
Das US-Militär hat über der syrischen Dschihadistenhochburg Raka 60'000 Flugblätter abgeworfen.
US-Militär wirft 60'000 Flugblätter über Syrien ab Washington - Das US-Militär hat über der syrischen Dschihadistenhochburg Raka 60'000 Flugblätter abgeworfen. Damit ...
Saudi-Arabien greift Huthi-Rebellen im Jemen an Washington - Saudi-Arabien hat mit arabischen Verbündeten erstmals mit ... 1
Titel Forum Teaser
  • jorian aus Dulliken 1572
    Danke Nur wer war gegen Assad? Sie doch auch! Ich war vom Anfang an der ... heute 04:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Wer... den Terror und den totalen Krieg will, der soll ihn bekommen. Der ... gestern 18:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Bisher... haben IWF, EZB und ESFS griechische Staatsschulden in Höhe von 310 Mrd. ... gestern 17:44
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Die... "KSA vs Iran“ stecket den ganzen Mittleren Osten in Brand. Unglaublich, ... gestern 14:54
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Die... Opposition gegen Assad wird weiterhin von IS, Al-Nusra und anderen ... gestern 14:52
  • Cirest aus Daheim 1
    Rosinenpickerei? im fahrwasser der seichten religionspolemik daherzuschwimmen, erscheint ... gestern 13:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Im... Irak, Jemen und Syrien kämpfen Muslime gegen Muslime. Es geht aber ... Do, 26.03.15 10:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Es... ist ein lobenswerter Ansatz Menschen die in schwierigen Situationen in ... Do, 26.03.15 09:27
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 1°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel -2°C 9°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
St.Gallen 1°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern -1°C 13°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
Luzern 1°C 13°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 0°C 14°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
Lugano 11°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten