Amokläufer soll Tat im Internet angekündigt haben
publiziert: Montag, 9. Jun 2008 / 12:49 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Jun 2008 / 15:50 Uhr

Tokio - Der japanische Amokläufer, der am Sonntag in einem belebten Einkaufsviertel in Tokio wahllos sieben Menschen erstochen hat, soll sein Verbrechen auf einer Mobilfunkseite im Internet angekündigt haben.

Der Amoklauf schockiert Japan. (Archivbild)
Der Amoklauf schockiert Japan. (Archivbild)
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Unter dem Titel «Ich werde Menschen in Akihabara töten» habe es vom frühen Sonntagmorgen an bis kurz vor Beginn der Tat am Mittag eine Serie an Web-Einträgen gegeben, wie japanische Medien am Tag nach dem Blutbad in Akihabara berichteten.

Der nach dem Verbrechen nahe des Tatorts gefasste 25-jährige Messerstecher soll der Polizei selbst gesagt haben, dass er in Web-Einträgen seine Tat angekündigt habe.

Der Mann war im Elektronik-Shoppingviertel Akihabara mit einem Lastwagen in die Passantenmenge gerast. Daraufhin sprang er heraus und stach schreiend auf die angefahrenen Passanten ein, bevor er sich den entsetzten umstehenden Fussgängern zuwandte. Sechs Männer und eine Frau starben, zehn weitere Menschen wurden verletzt.

«Ich habe diese Welt satt»

«Ich habe diese Welt satt», wurde der Täter nach seiner Festnahme zitiert. Akihabara ist ein Mekka für Fans japanischer Comics, Videospiele und Unterhaltungselektronik. Der Amoklauf schockierte die ganze Nation. Menschen legten am Tatort Blumen nieder und beteten für die Opfer.

Erst kürzlich hatte eine Serie wahlloser Morde an Passanten Japan schockiert. Im März hatte ein 18-Jähriger in einem Bahnhof in der Provinz Okayama einen zufällig ausgewählten Pendler vor einen einfahrenden Zug gestossen.

Das 38 Jahre alte Opfer starb im Spital. Kurz zuvor hatte ein 24-Jähriger in einem anderen Bahnhof in Ibaraki auf Passanten eingestochen. Ein Mensch wurde getötet, sieben weitere wurden verletzt.

Regierung prüft Massnahmen

Regierungssprecher Nobutaka Machimura sagte, nun werde überprüft, ob die Gesetze zum Besitz von Stichwaffen verschärft werden könnten.

Ein Verbrechen wie am Sonntag hatte sich zuletzt auf den Tag genau vor sieben Jahren ereignet. Damals erstach ein geistesgestörter Mann an einer Schule in Osaka acht Kinder.

(ht/sda)

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