Identität bekannt
Amoklauf: Drei Regierungsräte unter den Toten
publiziert: Donnerstag, 27. Sep 2001 / 13:35 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 27. Sep 2001 / 15:05 Uhr

Zug - Beim Amoklauf im Zuger Kantonsrat sind am Donnerstagmorgen 14 Mitglieder des Parlaments und der Regierung ums Leben gekommen. 10 wurden verletzt. Der Täter ist ebenfalls tot. Laut unbestätigten Berichten sind unter den Toten Gesundheitsdirektorin Monika Hutter-Häfliger, Baudirektor Jean-Paul Flachsman und der Vorsteher der Direktion des Innern, Peter Bossard.

Unter den Verletzten findet sich auch Landammann und Sicherheitsdirektor Hanspeter Uster. Er erlitt einen Lungendurchschuss.

Um 10.30 Uhr war ein Mann - laut Zeugen in Polizeiuniform - in den Kantonsratssaal eingedrungen. Er lief durch den Raum und schoss wiederholt. Zuerst auf die Kantonsräte, dann auf die Regierung und auf die Medienvertreter. Es kaum auch zu einer heftigen Detonation, möglicherweise durch eine Handgranate oder einen Sprengsatz.

Beim Täter handelt es sich um einen im Raume Zürich wohnhaften Schweizer. Im Kantonsratssaal benützte er ein Sturmgewehr 90 und eine Sigg-Pistole. Vor dem Regierungsgebäude entdeckte die Polizei ein Auto mit weiteren Waffen. Ebenso wurde ein Brief gefunden in dem von einem "Tag des Zorns für die Zuger Mafia" die Rede ist.

Es scheint, dass der Amoklauf im Zusammenhang mit einer Aufsichtsbeschwerde steht, die am Donnerstag im Kantonsrat abgewiesen wurde. Jedenfalls schrie der Täter zwischen den Schüssen entsprechende Forderungen nach einer Behandlung seiner Beschwerde.

Nach dem Überfall sah der Kantonsratssaal entsetzlich aus. Überall lagen Verletzte herum. Alles war voll Blut. Durch die Detonation entstanden auch zahlreiche Glimmbrände.

Die Situation ist ziemlich unübersichtlich. Polizei, Feuerwehr und Sanitäter sind im Regierungsgebäude, das den Kantonsratsaal beherbergt, eingetroffen. Das Stadtzentrum von Zug wurde abgeriegelt. Die Polizei empfiehlt die grossräumig Umfahrung.

(bb/sda)

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