Amoklauf in Hotel in Baden
publiziert: Freitag, 13. Apr 2007 / 07:00 Uhr / aktualisiert: Samstag, 14. Apr 2007 / 08:38 Uhr

Baden - Ein Amokschütze hat am Donnerstagabend in Baden AG einen 71-jährigen Mann erschossen und vier weitere Personen verletzt. Beim Täter handelt es sich um einen 26-jährigen Schweizer irakischer Abstammung. Er wurde nach der Tat verhaftet.

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Der Amokläufer war kurz vor 21.45 Uhr mit einem Sturmgewehr 90 auf dem Parkplatz des Hotels «Kappelerhof/La Cappella» aufgetaucht, wie Urs Winzenried, Chef der Aargauer Kriminalpolizei, vor den Medien sagte. Wortlos habe der 26-Jährige das Feuer auf zwei Jugendliche eröffnet, die an einem Tisch vor der Bar sassen.

Die Gewehrkugeln trafen die beiden 15- und 16-jährigen Jugendlichen. Sie hatten zusammen mit ihren Eltern das Restaurant besucht. Trotz ihrer Verletzungen konnten sie ins Innere des Restaurants flüchten.

71jähriger erliegt Verletzungen

Der Amokläufer ging inzwischen zur Bar und schoss von der Eingangstüre aus erneut auf die an der Theke sitzenden Gäste. Ein 71-jähriger Schweizer wurde von vier Schüssen in Körper und Kopf getroffen und erlag kurze Zeit danach seinen Verletzungen. Zwei weitere Personen wurden getroffen und verletzt.

Danach gab der Täter weitere unkontrollierte Schüsse im Restaurant ab. «Wie durch ein Wunder wurden keine weiteren Menschen getroffen», stellte Winzenried fest. Insgesamt habe der Mann auf dem Parkplatz, in der Bar und im Restaurant 20 einzelne Schüsse abgegeben.

Waffe weggelegt

Nachdem das Magazin ausgeschossen war, legte der Amokschütze bei der Rezeption das Gewehr nieder und begab sich auf den Parkplatz. Dort wurde er um 21.55 Uhr von einer Patrouille der Stadtpolizei überwältigt und festgenommen.

Beim Täter handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 26-jährigen Bankangestellten aus der Region Baden, der bei einer Grossbank in Zürich tätig war.

Das Motiv der Bluttat sei noch völlig unklar, führte Winzenried aus. Die Einvernahme gestalte sich äusserst schwierig. Die Aussagen des Mannes seien «diffus und widersprüchlich». Dass bei der Tat Alkohol im Spiel gewesen sei, könne ausgeschlossen werden.

(fest/sda)

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