Amtl. bewilligt: Freipass für den Wolf
publiziert: Dienstag, 2. Jul 2002 / 16:22 Uhr

Bern - Nun ist es offiziell: Der Wolf kehrt durch die Vordertür in die Schweiz zurück. Bund und Kantone haben sich auf eine mehrjährige Versuchsphase geeinigt, während der Erfahrungen mit dem Wolf gesammelt werden sollen.

Das Buwal fördert die natürliche Rückkehr des Wolfs.
Das Buwal fördert die natürliche Rückkehr des Wolfs.
Das BUWAL und die Kantone wollen im Umgang mit dem Wolf mehr Erfahrungen sammeln. Sie einigten sich deshalb auf eine Versuchsphase. Abschüsse, Entschädigungen und Schutzmassnahmen sind für diese Zeit provisorisch geregelt.

Die Versuchsphase soll es erlauben, die besten Bedingungen für eine natürliche Rückkehr des Wolfs zu schaffen, wie das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) mitteilt. Nach Abschluss der Testphase wird das Wolfskonzept überarbeitet.
Die Testphase dürfte einige Jahre dauern, wie BUWAL-Vizedirektor Willy Geiger auf Anfrage sagte. Die Dauer hänge vom Ausmass der Ansiedlung des Wolfs ab. Geiger erinnerte daran, dass der Wolf in der Schweiz bisher nur vereinzelt auftrat. Derzeit gebe es keine Anzeichen dafür, dass sich ein Tier im Land niedergelassen habe.

Damit sich die Kantone während der Versuchsphase auf klare Regeln berufen können, gilt in der Zwischenzeit ein provisorisches Konzept. Die Kantone können demnach die Bewilligung zum Abschuss eines Tieres erteilen, das innerhalb von vier Monaten in einem Umkreis von fünf Kilometern mindestens 50 Schafe gerissen hat.
In besonderen Fällen kann auch eine Abschussbewilligung erteilt werden, wenn innerhalb eines Monats in einem Umkreis von fünf Kilometern mehr als 25 Tiere gerissen werden. Eine Lockerung dieser Kriterien ist je nach Umständen möglich.

In den vom Wolf besiedelten Regionen hat die Einführung von Schutzmassnahmen Vorrang. Insbesondere gilt es gemäss BUWAL, «Kompetenzzentren für Schafherdenschutz» zu schaffen. Neben der Züchtung und Ausbildung von Herdenschutztieren wie Hunden oder Eseln sind die Zentren für die Beratung der Schafhalter zuständig. Diese können dort Schutztiere erwerben. Bei Verlusten übernimmt der Bund 80 Prozent der Entschädigungen, die Kantone beteiligen sich mit 20 Prozent. Die Bestandesaufnahme der Verluste ist Sache der Kantone.

(ba/sda)

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