Amtsinhaber Akajew Favorit bei Präsidentenwahl in Kirgisien
publiziert: Sonntag, 29. Okt 2000 / 12:16 Uhr

Bischek - In Kirgisien waren am Sonntag rund drei Millionen Stimmberechtigte zur Wahl eines neuen Präsidenten aufgerufen. Als Favorit galt Amtsinhaber Aksar Akajew, der die mittalasiatische Republik seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 regiert. Gegen ihn traten fünf Mitbewerber an, denen jedoch kaum Chancen eingeräumt wurden.

Bis zum Mittag gaben nach Angaben der Wahlkommission etwa 20 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Für die Gültigkeit der Wahl ist eine Beteiligung von mindestens 50 Prozent notwendig. Akajew bekräftigte bei seiner Stimmabgabe in der Hauptstadt Bischkek den fairen und demokratischen Ablauf der Wahl. «Das kirgisische Volk hat heute eine echte Wahlmöglichkeit,» sagte er. Die Opposition hatte Akajew zuvor wiederholt Verstöße gegen das Wahlrecht vorgeworfen. Auch internationale Wahlbeobachter und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bemängelten die Organisation der Wahl.

13 Bewerber wurden ausgeschlossen, darunter der frühere Vizepräsident Felix Kulow. Ihnen wurde ein kirgisischer Sprachtest zum Verhängnis, den die OSZE als diskriminierend bezeichnete. Als erste Sprache sprechen die meisten Kirgisen Russisch. Kirgisien galt lange als demokratisches Musterland unter den einstigen Sowjetrepubliken Mittelasiens. In den letzten Jahren geriet Akajew jedoch wegen wachsenden Drucks auf die Opposition in die Kritik. Er kündigte Ende August seine Kandidatur für eine dritte Amtszeit an. Die Verfassung Kirgisiens sieht nur zwei Amtszeiten für den Präsidenten vor. Das Verfassungsgericht hat jedoch entschieden, dass Akajew kandidieren könne, da er beim ersten Mal vom Parlament und nicht vom Volk gewählt wurde. Die Parlamentswahl im Februar wurde international kritisiert, weil mehrere Oppositionsparteien von der Wahl ausgeschlossen wurden. Das Ergebnis der Präsidentenwahl wurde für Montag erwartet.

(sda)

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