Analoges Kabelfernsehen nach wie vor populär
publiziert: Freitag, 20. Mrz 2009 / 13:03 Uhr / aktualisiert: Freitag, 20. Mrz 2009 / 13:37 Uhr

Bern - Die Schweizer Kabelnetze haben 2008 bei Breitbandinternet, Kabeltelefonie und Digital-TV Kunden gewinnen können. Die Zahl der Kabel-TV-Anschlüsse sank hingegen leicht um 0,48 Prozent auf 2,867 Millionen, wie der Branchenverband Swisscable mitteilte.

Die Leistungsfähigkeit der Kabelnetze noch lange nicht ausgeschöpft.
Die Leistungsfähigkeit der Kabelnetze noch lange nicht ausgeschöpft.
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Das Potenzial des digitalen Kabelfernsehens müsse noch besser genutzt werden, heisst es in einem Communiqué zur Generalversammlung des Verbandes, dem rund 250 privatwirtschaftlich wie auch öffentlich-rechtlich organisierte Unternehmen angehören.

Zwar konnten im vergangenen Jahr knapp 110'000 Kunden gewonnen werden (+27 Prozent), sodass per Ende 2008 rund 510'000 Haushalte digitales Kabel-TV abonniert hatten. Der Digitalisierungsgrad von rund 18 Prozent beim Kabel-TV zeige jedoch, dass analoges Kabelfernsehen nach wie vor sehr populär sei.

«Das analoge Angebot in der Schweiz ist halt sehr gut. Deshalb wird nur langsam zu Digital-TV gewechselt», kommentierte Swisscable-Präsident Hajo Leutenegger. Ein wichtiger Treiber der Digitalisierung sei das hochauflösende HDTV geworden. Etwa jeder Dritte, der zu digitalem Kabelfernsehen wechselt, abonniere HDTV.

Wachstumstreiber waren 2008 auch die Kabeltelefonie (+10 Prozent) und Breitbandinternet via Kabel (+5 Prozent). Wichtig sei, dass die Kabel-TV-Unternehmen ihren Kunden die Leistungsfähigkeit ihrer Netze besser kommunizierten.

«Während andere Anbieter gezwungen sind, Glasfasernetze zu bauen, ist die Leistungsfähigkeit der Kabelnetze noch lange nicht ausgeschöpft», erklärte Leutenegger. Mit technischen Erweiterungen seien Bandbreiten von mehr als 100 Megabit pro Sekunde durchaus realistisch. Stärken wollen die Kabel-TV-Unternehmen Angebote auf Abruf.

(fest/sda)

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