Andere Länder - andere Handykulturen
publiziert: Samstag, 8. Jan 2005 / 10:00 Uhr

Eine neue TV-Dokumentation zeigt, wie die alte Weisheit, dass in anderen Ländern andere Sitten herrschen, auch am unterschiedlichen Umgang mit dem Mobiltelefon deutlich wird. Mobile Kommunikation verändert die Welt, aber überall sieht das anders aus.

Das Handy verändert die Sitten verschiedenster Kulturen.
Das Handy verändert die Sitten verschiedenster Kulturen.
In Italien bestimmt die Sucht nach dem "telefonino" das Leben vieler Mobilfunk-Nutzer. Als abhängig vom "telefonino", dem "Telefönchen", gelten sechs Prozent aller Italiener. Eines allein reicht vielen nicht mehr. Überall klingelt es, schrillt es, bimmelt es. Das "telefonino" ist Status- und Freiheits-Symbol, auf die Italiener wie zugeschnitten, die als gesprächig und gleichzeitig scheu gelten.

Beispiel Israel: Angst vor Attentaten bestimmt das öffentliche Leben. Eine Konsequenz: Viele Israelis rüsten die ganze Familie mit Handys aus, um sich immer Nachricht voneinander geben zu können. Für orthodoxe Juden gibt es gar "koschere Handys", bei denen beispielsweise der Internetzugang gesperrt ist.

Die Preise fallen

In Singapur liebt man immer das Neuste. Dafür gibt man im Inselstaat sein Geld aus, Handy ist trendy, vor allem wenn es zum Aufklappen ist. Auch die Ägypter sind auf das Handy gekommen. Mobiltelefone waren noch vor Jahren für die meisten der 70 Millionen Ägypter schier unerschwinglich. Doch seit die Preise fallen, kennt der "Run" auf die "Mobiles", wie sie hier heißen, keine Grenzen mehr.

Sie sind 1,3 Milliarden und sie reden gern. Daher sind die Chinesen auch Handy-Weltmeister. Allerdings: Das klassenlose Kommunikationsmittel dient auch der Kontrolle. Regimekritiker und ausländische Korrespondenten sind von der Staatssicherheit gut zu verfolgen.

In Südafrika fahren Millionen in Sammeltaxis zur Arbeit, DEM Transportmittel für die ärmeren Schichten. Aber einen Luxus bieten sie seit kurzem an: ein Mobiltelefon, das alle benutzen können - ein voller Erfolg. Wer neugierig geworden ist, kann die Dokumentation heute um 18:30 Uhr in 3sat ansehen.

(mo/teltarif.ch)

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