Golden-League-Meeting in Paris
André Bucher gewann auch in Paris mit Jahres-Weltbestzeit
publiziert: Freitag, 6. Jul 2001 / 21:51 Uhr

Paris - Der Mann läuft besser als jede Schweizer Uhr: André Bucher feierte beim Golden-League-Meeting in Paris nach Rom und Lausanne seinen dritten grossen Sieg innerhalb von acht Tagen. Dabei verbesserte der 24-jährige Luzerner in der Zeit von 1:43,34 Sekunden die Jahres-Weltbestzeit erneut.

Zweiter hinter Bucher wurde Hallen-Weltmeister Juri Borsakowski, der in 1:43,76 Minuten gestoppt wurde.

Hinter Pacemacher Robert Chirchir ging Bucher das Rennen in 50,20 Sekunden für die ersten 400 m recht schnell an. Nach 500 m lag der Schweizer Rekordhalter allein an der Spitze und schuf wiederum beinahe zehn Meter Abstand zu seinen Konkurrenten. Der endschnelle Borsakowski kam wie in Rom erst auf den letzten Metern mächtig auf.

Die Topstars Maurice Greene und Marion Jones haben beim Golden-League-Meeting in Paris vor 42 000 Zuschauern die Sprints dominiert. Jones lief in 10,84 Jahresweltbestzeit und Greene blieb in 9,96 als Einziger unter 10 Sekunden.

Marion Jones hat ihre Ungeschlagenheit über 100 m seit dem September 1997 (Niederlage gegen Merlene Ottey in Tokio) eindrücklich gewahrt. Die fünffache Olympia-Medaillengewinnerin liess nach dem knappen Erfolg in Lausanne diesmal keinen Zweifel offen und distanzierte trotz erneut nicht optimalem Start bei leichtem Rückenwind in 10,84 Schanna Pintusewitsch um 12 Hundertstel. Die Ukrainerin war in 10,93 bislang die Jahresschnellste gewesen. Dass Jones mit dieser Zeit ihr Leistungspotenzial noch nicht vollumfänglich ausgeschöpft hat, belegt der Umstand, dass sie bereits 14-mal in ihrer Karriere schneller gelaufen ist. Chandra Sturrup (Bah), die in Lausanne bis auf eine Hundertstel an Jones herangekommen war, blieb in 10,99 ebenfalls unter elf Sekunden.

Scheinbar unbeeindruckt von seiner Entzündung im linken Knie dominierte Greene auch in Paris seine Gegnerschaft. Der Olympiasieger und Weltrekordhalter spulte die 100 m bei einem leichten Gegenwind (0,4 m/s) in 9,96 ab. Die Landsmänner Tim Montgomery (10,04) und Bernard Williams (10,15) blieben gegen den Olympiasieger chancenlos.

Noch am Vortag hatte Greene erneut betont, dass die Ärzte ihm zum Abbruch der Saison raten würden. «Doch ich kann gleichwohl schnell laufen», sagte der dreifache Weltmeister und erklärte, dass er allenfalls in Edmonton über 200 m auf die Titelverteidigung verzichten werde.

Die 3000 m der Frauen gewann wie in Rom die Russin Olga Jegorowa (Russ) mit einem fulminanten Endspurt auf den letzten 200 m. Die Hallen-Weltmeisterin unterbot in 8:23,75 ihre eigene Jahres- Weltbestzeit um 21 Hundertstel und degradierte die Konkurrenz, darunter erneut die 5000-m-Olympiasiegerin Gabriela Szabo (Rum/4.), zu Statisten.

Erst auf dem letzten Meter fing Lausanne-Sieger Angelo Taylor (USA) auf der langen Hürdenstrecke den vom Publikum frenetisch angefeuerten Weltmeister Stéphane Diagana ab. Der Olympiasieger verhinderte in 48,10 seine erste Saisonniederlage nur knapp.

(sda)

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