Urteil bestätigt
Andrea Stauffacher muss definitiv hinter Gitter
publiziert: Freitag, 2. Nov 2012 / 14:09 Uhr
Andrea Stauffacher muss ins Gefängnis.
Andrea Stauffacher muss ins Gefängnis.

Lausanne - Die 62-jährige Zürcher Linksaktivistin Andrea Stauffacher muss definitiv ins Gefängnis. Das Bundesgericht hat ihre Beschwerde gegen die Verurteilung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 17 Monaten durch das Bundesstrafgericht abgewiesen.

6 Meldungen im Zusammenhang
Das Bundesstrafgericht hatte die Leitfigur des Revolutionären Aufbaus vor einem Jahr für schuldig befunden, mit umgebauten Knall-Raketen Attacken auf das Spanische Generalkonsulat sowie ein Gebäude der Kantonspolizei in Zürich verübt zu haben. Die Rakete beim Konsulat hatte allerdings gar nicht gezündet.

DNA-Profil von 2002

Die Richter in Bellinzona verurteilten sie wegen Gefährdung durch Sprengstoffe in verbrecherischer Absicht und Sachbeschädigung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 17 Monaten, teilweise als Zusatz zu früheren Urteilen des Bezirksgerichts Zürich. Das Bundesgericht hat die Beschwerde Stauffachers nun abgewiesen.

Sie hatte einen Freispruch verlangt und argumentiert, dass die Beweise gegen sie rechtswidrig erlangt worden seien. Überführt worden war sie aufgrund von DNA-Spuren auf Gegenständen, die bei den Anschlägen verwendet worden waren. Diese Spuren stimmten mit einem DNA-Profil von Stauffacher aus dem Jahr 2002 überein.

Faires Verfahren

Gemäss Stauffacher hätte ihr DNA-Profil von 2002 schon längst gelöscht werden müssen. Die Richter in Lausanne räumen zwar ein, dass Stauffachers DNA-Daten von 2002 tatsächlich nicht mehr hätten existieren dürfen. Der Zugriff darauf habe ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt.

Allerdings hätte von Stauffacher, gegen die ein hinreichender Tatverdacht bestanden habe, ohne weiteres ein neues DNA-Profil erstellt werden können. Insgesamt sei der Anspruch auf ein faires Verfahren deshalb nicht verletzt.

Bestätigt hat das Bundesgericht auch das Urteil gegen eine mitangeklagte 47 Jahre alte Zürcherin. Sie war zu 14 Monaten Freiheitsstrafe bedingt wegen Brandstiftung verurteilt worden.

Polizistenauto abgefackelt

Ihr wurde angelastet, im Juni 2004 das Auto eines in der Szene verhassten Polizisten angezündet zu haben. An dem Wagen entstand für rund 30'000 Franken Sachschaden. Stauffacher war in diesem Punkt ebenfalls angeklagt gewesen, aber nicht verurteilt worden.

Freigesprochen wurde Stauffacher zudem bezüglich drei weiterer Sprengstoffanschläge auf ein Haus in Zürich sowie auf Gebäude des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) und der Ascom Pensionskasse in Bern. Nicht verurteilt wurde sie zudem für die von der BA erhobenen Anklagen wegen Brandstiftung und Waffenbesitz.

Gefordert hatte die Bundesanwaltschaft (BA) für die wegen Landfriedensbruch vorbestrafte Zürcher Autonomen-Ikone eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren. Stauffacher Verteidigung hatte erfolglos auf Freispruch plädiert.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Winterthur - Die Zürcher Linksaktivistin Andrea Stauffacher darf das Gefängnis vorzeitig verlassen. Die 64-Jährige hat zwei ... mehr lesen
Andrea Stauffacher kommt früher frei. (Archivbild)
Die Zürcher Linksaktivistin Andrea Stauffacher wehrt sich in Strassburg gegen die unbedingte Freiheitsstrafe von 17 Monaten. (Archivbild)
Zürich - Die Zürcher Linksaktivistin ... mehr lesen
Zürich - Die Zürcher Linksaktivistin Andrea Stauffacher nimmt die gegen sie ausgesprochene Gefängnisstrafe nicht ... mehr lesen
Zürcher Linksaktivistin Andrea Stauffacher geht vor Bundesgericht.
Bellinzona - Das Bundesstrafgericht hat die 61-jährige Zürcher Linksaktivistin Andrea Stauffacher zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 17 Monaten verurteilt. Laut Gericht hat sie sich in zwei Fällen der Gefährdung durch Sprengstoffe schuldig gemacht. mehr lesen  1
Bellinzona - Im Prozess vor dem Bundesstrafgericht Bellinzona gegen Linksaktivistin Andrea Stauffacher und eine 46-jährige Zürcherin hat die Verteidigung am Donnerstag Freisprüche gefordert. In keinem der Anklagepunkte würden die Beweise für eine Verurteilung ausreichen, sagten sie. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bellinzona - Vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona hat am Mittwoch der Prozess gegen die Zürcher Linksaktivistin Andrea Stauffacher begonnen. Der 61-Jährigen werden fünf Sprengstoff-Anschläge in Zürich und Bern, Brandstiftung sowie unerlaubter Waffenbesitz zur Last gelegt. mehr lesen 
Bedauerlich,...
dass diese Gefängnisstrafe nichts an dem weltfremden und menschenverachtenden Weltbild dieser "Aktivistin" ändern wird. Hier dürfte in der Tat "Hopfen und Malz" verloren sein.
Dass jedoch der Steuerzahler für fast alle Kosten aufzukommen hat, um das zu merken, dürfte es ohnehin nicht reichen bei dieser engstirnigen "Aktivistin".
Eduardo Cunha ist eine Schlüsselfigur in der Regierungskrise im fünftgrössten Land der Welt.
Eduardo Cunha ist eine Schlüsselfigur in der ...
Schwere Korruptionsvorwürfe  Brasília - Wegen schwerer Korruptionsvorwürfe muss Brasiliens Parlamentspräsident Eduardo Cunha sein Amt abgeben. Der streng konservative Politiker war Treiber des Amtsenthebungsverfahrens gegen die linke Präsidentin Dilma Rousseff. 
Krise in Brasilien spitzt sich zu Brasília - Brasiliens Generalstaatsanwalt nimmt bei den Ermittlungen im Petrobras-Korruptionsskandal führende ...
Gegen Lula gibt es bereits Ermittlungen wegen einer möglichen Begünstigung durch einen Baukonzern.
Zu schnell unterwegs  Frauenfeld - Eine internationale Oldtimer-Rundfahrt hat für dutzende Lenker im Kanton ...
Knapp 50 Oldtimer fuhren zu schnell. (Archivbild)
Die Hanfanlage wird entsorgt. (Symbolbild)
Schweizer wieder frei  Oberriet SG - In Oberriet SG hat die Polizei am Dienstag eine Hanf-Indoor-Anlage ausgehoben und einen 38-jährigen Schweizer ...  
Titel Forum Teaser
  • HeinrichFrei aus Zürich 424
    Probleme auf der Erde lösen, nicht auf dem Mars Hätte es auf der Erde nicht genügend Aufgaben die zu lösen wären, statt ... Do, 14.04.16 18:38
  • jorian aus Dulliken 1750
    UAE/Iran Im Iran kann der Jude seine Kippa auch tragen. So sollte es ... Fr, 04.03.16 00:30
  • Midas aus Dubai 3810
    Kämpfen Ausländer, Secondos, Muslime, Juden, sie allen sind Teil und Bürger der ... Do, 03.03.16 14:43
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3896
    Seit... einigen Jahren ist der Antisemitismus wieder auf dem Vormarsch. ... Di, 01.03.16 09:32
  • jorian aus Dulliken 1750
    Heute Abend kommt auf 3sat.... .... Cannabis Droge oder Medizin. Für mich ganz klar ... Do, 28.01.16 17:27
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3896
    Nach... Neptun geht es also weiter! Es gibt seit Jahrzehnten Fachbücher zum ... So, 24.01.16 22:46
  • Kassandra aus Frauenfeld 1747
    Zu dumm nur, dass der Jorian zu 100% aus chemischen Verbindungen besteht, er warnt ... Fr, 22.01.16 21:16
  • jorian aus Dulliken 1750
    Planet X! Als Pluto noch ein Planet war,wurden die belächelt, wo behaupteten, es ... Fr, 22.01.16 08:59
Wie werden Wasserkraftwerke wieder rentabel?
ETH-Zukunftsblog Zur Wirtschaftlichkeit der Wasserkraft Die Schweizer Wasserkraft darbt. Die Ursache dafür ...
 
Wettbewerb
   
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zum Release des siebten Teils der Star Wars-Serie («Das Erwachen der Macht») verlosen wir zwei DVDs.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 3°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 4°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen 2°C 15°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 3°C 17°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 2°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 3°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Lugano 11°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten