Geld sparen mit Traffic-Kontrolle, längere Akku-Laufzeit erreichen
Android-Smartphone besser verwalten mit System-Apps
publiziert: Dienstag, 14. Feb 2012 / 12:46 Uhr
Usage Timelines Free.
Usage Timelines Free.

Obwohl Android mittlerweile ein recht intuitiv zu bedienendes mobiles Betriebssystem ist, lassen sich viele Systemverwaltungsaufgaben mit speziellen Apps schneller erledigen als über das bekannte Einstellungsmenü. Und viele Apps bieten grafische Ansichten, die dem Einstellungsmenü fehlen. Wir haben wichtige Apps für die Systempflege unter Android getestet.

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Dabei ist es nicht nur wichtig, Einstellungen schnell und effizient vorzunehmen. Fast noch wichtiger sind Rückmeldungen des Systems zum Ladezustand des Akkus, zu verbrauchtem Datenvolumen oder verfügbaren Netzwerken. Manche Apps können dem Smartphone sogar zu mehr Leistung oder einer längeren Akkulaufzeit verhelfen.

Überblick behalten und Einstellungen schneller vornehmen

Um eine detaillierte Übersicht über das eigene Gerät zu erhalten, leistet Android System Info wertvolle Dienste. Das Dashboard auf der ersten Registerkarte zeigt den Ladezustand des Akkus sowie die Speicherbelegung von RAM, ROM und Speicherkarte genauso an wie Netzwerke, mit denen man verbunden ist. Besonders auskunftsfreudig ist die App auf der Registerkarte «System»: Zu jeder wichtigen Hardwarekomponente kann man hier die technischen Daten finden, beispielsweise über den Prozessor oder die integrierten Sensoren.

Möchte man Einstellungen schnell anpassen, kann Quick Settings den Vorgang deutlich beschleunigen. Besonders der schnelle Zugriff auf den Bildschirmhelligkeitsregler ist bei ständig wechselnden Lichtverhältnissen eine Hilfe. Bei anderen Optionen wie beispielsweise der Änderung des Klingeltons springt die App ins reguläre Einstellungsmenü direkt zum gewünschten Punkt.

Tasks verwalten und schnell beenden

Das Beenden von laufenden Anwendungen über einen «Schliessen»-Button ist bei Android immer noch nicht standardmässig vorgesehen. Dabei muss nicht immer ein - vermeintlich oder tatsächlich - übervoller Arbeitsspeicher der Grund dafür sein, einzelne Anwendungen gezielt zu beenden. Hat man einen mobilen Internet-Tarif mit begrenztem Datenvolumen gebucht, ist es sinnvoll, nicht ständig eine grosse Menge an Anwendungen im Hintergrund offen zu haben, die «nach Hause telefonieren» und damit Datenvolumen verbrauchen.

Der Taskmanager, der bei einem längeren Drücken des Home-Buttons auftaucht, zeigt nur Apps an, die man gefahrlos beenden kann, ohne das eigentliche System in Gefahr zu bringen. Der Advanced Task Killer zeigt wesentlich mehr Prozesse an die ständig im Hintergrund laufen. In einer Liste kann man diese anwählen und dann auf die Schaltfläche «KILL selected Apps» tippen. Allerdings sollte man hierbei nicht zu rabiat ans Werk gehen und sinnvolle Prozesse beenden, die ständig im Hintergrund laufen sollten wie zum Beispiel Apps, die den Datenverbrauch protokollieren. Denn dies könnte einen Verlust der bisher gesammelten Daten bedeuten.

Eine Entscheidungshilfe vor dem Beenden von Tasks kann Usage Timelines Free sein. Denn die App zeigt an, wie stark CPU und Speicher von laufenden Prozessen belastet werden. Läuft das Programm im Hintergrund, zeigt ein Icon im Systembereich die aktuelle Auslastung an. So kann man unwichtige Apps deinstallieren, die das System über Gebühr strapazieren.

Auf der zweiten Seite verraten wir, mit welchen Tools man die Akkulaufzeit optimieren kann, welche Dateibrowser empfehlenswert sind und wie man mit einer Kontrolle des Datenverkehrs bares Geld sparen kann.

Der mitunter grosse Energiehunger und die darum oft recht kurze Batterielaufzeit bei vielen Smartphones sind ein anhaltender Kritikpunkt. Bis zum Marktstart neuerer Akku-Techniken bleibt - ausser der Mitnahme eines Zweitakkus - noch die Möglichkeit, den Energieverbrauch zu optimieren. Insbesondere die ständige Suche nach Netzwerken und Bluetooth-Geräten verbraucht unnötig Energie.

Der Y5 Battery Saver verfolgt bezüglich WLAN einen interessanten Ansatz: Hat man sich einmal bei allen regelmässig genutzten WLAN-Netzen mit dem entsprechenden Passwort angemeldet, verbindet der Y5 Battery Saver das Smartphone automatisch mit diesen Netzwerken, wenn man sich in deren Reichweite befindet. Ausserhalb der bekannten Netzwerke stellt die App das WLAN-Modul dauerhaft ab - damit entfällt die Energie fressende Dauersuche nach verfügbaren Netzwerken.

Das Battery Monitor Widget zeigt nicht nur den Verlauf des bisherigen Batterieverbrauchs an, sondern gibt eine Abschätzung, wie lange die jetzige Ladung noch halten wird. Dabei beschränkt sich das Tool nicht nur auf einen ungefähren Annäherungswert, sondern gibt für unterschiedliche Anwendungsszenarien (Internet über WLAN, SMS-Versand, Telefonie, lokale Videowiedergabe usw.) eine Prognose ab, wie lange die Energie dafür reicht.

Netzwerk: Datenverbrauch stets im Blick

Mobile Internet-Flatrates werden in der Regel ab einem bestimmten monatlichen Datenvolumen auf GPRS-Niveau gedrosselt. Sinnvolle Apps protokollieren nicht nur den Datenverkehr, sondern zeigen auch an, über welche Anwendung der Nutzer am meisten Daten verbraucht hat. Traffic Monitor listet genau auf, wie viele Daten innerhalb eines Monats über WLAN oder das Mobilfunknetz geflossen sind, aufgelistet nach den Apps, die den Traffic erzeugt haben. So kann man beispielsweise ein Wetter-Widget abstellen, das zu oft zu viele Wetterdaten abruft.

3G Watchdog protokolliert nicht nur den Datenverbrauch. Hat man einmal die Abrechnungs- oder Drosselungsgrenze des eigenen Datentarifs eingegeben, warnt 3G Watchdog den Nutzer oder stellt die Datenverbindung automatisch ab, wenn man dies vorher festgelegt hat. Auf Wunsch kann man den MMS-Versand aber aktiviert lassen.

WLAN-Netzwerke in der Umgebung zeigt der Wifi Analyzer. Aber nicht nur das: Die aktuelle Signalstärke stellt das Tool ebenso grafisch da wie die verwendeten Kanäle. So kann man im eigenen Netzwerk den Router gegebenenfalls anders platzieren, um ein besseres Signal zu erhalten.

Dateiverwaltung: Mehr als ein Dateibrowser

Der Dateibrowser unter Android erfüllt seinen Zweck, ist aber nach wie vor sehr spartanisch ausgestattet. Der File Expert ordnet die eigenen Daten nach Kategorien (Bider, Video, Musik, Dokumente usw.) und erlaubt das schnelle Kopieren von Dateien. Ausserdem bindet er Cloud-Dienste wie Dropbox ein und erlaubt damit die Dateiablage im Internet.

Ähnlich gut gefallen hat uns der ES Datei Explorer, der durch ein besonders schönes Design auffällt, allerdings keine Cloud-Anbindung hat. Wie bei einem Linux- oder Windows-Dateimanager zeigt er oben allerdings den kompletten Pfad des aktuellen Ordners an.

Eingefleischte Fans von Norton- oder Total-Commander werden sich über den Ghost Commander freuen: Er bietet wie in alten Zeiten einen Dateimanager in Zweifenster-Ansicht, die Ordner öffnen sich erst nach doppeltem Antippen. Zieht man eine Datei von einem Ordner in einen anderen, wird man gefragt, ob die Datei kopiert oder verschoben werden soll.

Fazit: Mit System-Apps kann man Zeit und Geld sparen

Nicht nur mit den von uns getesteten, sondern auch mit vielen anderen sinnvollen System-Apps kann man dem Android-System Informationen über das eigene Gerät entlocken, die man auf regulärem Wege gar nicht bekommen oder mühsam suchen müsste. Mit den gefundenen Angaben kann man beispielsweise die Akkulaufzeit des Smartphones optimieren und selbst aufgenommene Fotos und Videos besser verwalten. Anwendungen, die den Prozessor oder den Speicher zu stark in Anspruch nehmen, können leicht identifiziert und verbannt werden. Und Apps zur Überwachung des mobilen Datenverkehrs helfen, bares Geld zu sparen: Wer schon nach einem halben Monat das Datenvolumen für den ganzen Monat ausgeschöpft hat, kann eventuell auf einen passenderen Datentarif mit höherem Inklusivvolumen wechseln und tappt nicht in die Kostenfalle, die eine unbemerkte Abrechnung in kB-Blöcken unter Umständen mit sich bringen kann.

(Alexander Kuch/teltarif.ch)

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