Angebliche Waisenkinder werden Eltern zurückgegeben
publiziert: Freitag, 14. Mrz 2008 / 18:01 Uhr

Abéché - In der Affäre um die französische Organisation «Arche de Zoé» im Tschad haben die Behörden damit begonnen, die ersten von rund 100 angeblichen Waisenkindern an ihre Familien zurückzugeben.

Die ersten von rund 100 angeblichen Waisenkindern werden an ihre Familien zurückgegeben. (Archivbild)
Die ersten von rund 100 angeblichen Waisenkindern werden an ihre Familien zurückgegeben. (Archivbild)
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Nach einer Zeremonie im Waisenhaus von Abéché im Westen des Landes wurden 83 der insgesamt 103 Kinder mit zwei Autobussen in Richtung Adré nahe der Grenze zum Sudan gefahren, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP. Dort wurden die Kinder bereits von Angehörigen erwartet.

Die restlichen Kinder sollen dann in den kommenden Tagen nach Tiné und Biltine, ebenfalls im Westen des Tschad, gebracht werden. Fünf Kinder aus dem Nachbarland Sudan sowie ein noch nicht identifiziertes Kind sollen bis auf weiteres in der Obhut des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) bleiben.

Arche de Zoé hatte nach Angaben der Eltern versprochen, die Kinder im Osten des Tschad zu versorgen und zur Schule zu schicken, während sie sie in Wahrheit nach Frankreich bringen wollte. «Die Familien wurden ausgenutzt, falsche Versprechungen wurden gemacht», sagte die tschadische Sozialministerin Ngarmbatina Carmel Sou bei der Zeremonie in Abéché.

Überprüfungen zeigten aber, dass die Kinder fast alle aus dem Tschad stammen und Angehörige haben. Sechs Mitglieder von «Arche de Zoé» wurden im Tschad verurteilt und verbüssen inzwischen in Frankreich ihre Haftstrafe. Der Tschad hatte im Oktober verhindert, dass «Arche de Zoé» die Kinder nach Frankreich ausfliegt.

(smw/sda)

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