Syrien zieht angeblich Truppen aus den Städten zurück
Angeblicher Rückzug syrischer Truppen
publiziert: Dienstag, 3. Apr 2012 / 18:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Apr 2012 / 20:05 Uhr
Präsident Baschar al-Assad.
Präsident Baschar al-Assad.

Beirut - Die syrische Regierung hat nach eigenen Angaben mit dem Rückzug ihrer Truppen aus einigen Städten begonnen. Wie ein Regierungsvertreter am Dienstag sagte, wurden die Soldaten vor allem aus ruhigen Städten zurückgeholt.

8 Meldungen im Zusammenhang
In Spannungsregionen würden die Regierungstruppen in Positionen am Rande der Städte neu gruppiert. Das russische Aussenministerium hatte zuvor in Berufung auf den syrischen Botschafter in Moskau berichtet, Syrien habe mit der Umsetzung des Friedensplans begonnen. Dabei wurden allerdings keine näheren Angaben gemacht.

Friedensplan vorantreiben

Nach der Einwilligung des syrischen Regimes zu einem Abzug seiner Truppen aus den Städten treibt die UNO die Umsetzung des Friedensplans von Kofi Annan voran. Ein Sprecher des Syrien-Sondergesandten kündigte am Dienstag die Entsendung eines Planungsstabs nach Damaskus an.

Die Experten sollen den geplanten Einsatz von bis zu 250 unbewaffneten Beobachtern vorbereiten. Deren Aufgabe wäre es, zu überprüfen, ob sich Präsident Baschar al-Assad an seine Zusage hält und bis zum 10. April sein Militär aus den Städten abzieht.

Auch die westlichen Vertreter im UNO-Sicherheitsrat wollen Assad offenbar auf seine Einwilligung behaften. Die USA, Grossbritannien und Frankreich bereiteten eine neue Erklärung zu Syrien vor, sagte ein Diplomat am Montag (Ortszeit) in New York.

Der Text greife unter anderem das Datum 10. April als Frist für eine Waffenruhe und Vorschläge zu einer UNO-Beobachtermission auf. Er betone zudem die Notwendigkeit eines politischen Übergangsprozesses in Syrien.

Über die Erklärung, die weniger diplomatisches Gewicht hat als eine Resolution, solle am Donnerstag im UNO-Sicherheitsrat abgestimmt werden. Anderen Diplomaten zufolge werden heftige Diskussionen mit Russland erwartet, dem engsten Verbündeten Syriens unter den Vetomächten.

"Unverzügliche" Umsetzung

Derweil begann Syrien nach eigenen Angaben mit der Umsetzung des Friedensplans. Dies teilte das russische Aussenministerium am Dienstag in Berufung auf den syrischen Botschafter in Moskau mit, ohne Einzelheiten zu nennen.

Am Sonntag hatte Syriens Aussenminister Walid Muallem Kofi Annan schriftlich zugesichert, "unverzüglich" mit dem Rückzug beginnen zu wollen, wie die UNO-Botschafterin der USA, Susan Rice, in New York berichtete.

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat die Entsendung von unbewaffneten ... mehr lesen
Der UNO-Sicherheitsrat hat am Samstag die Entsendung von Beobachtern nach Syrien beschlossen.
Nach Friedensplan der UN und der Arabischen Liga müssen die Waffen still stehen.
Beirut/Damaskus - Die von der UNO und der Arabischen Liga ausgehandelte Waffenruhe für Syrien hält nach Angaben von Regierungsgegnern in den ersten Stunden ihres Inkrafttretens. ... mehr lesen
Beirut - Wenige Stunden vor dem ... mehr lesen
Syriens Staatschef scheint sich nicht an den Friedensplan halten zu wollen.
Russlands Aussenminister Sergej Lawrow.
New York - Der UNO-Sicherheitsrat ... mehr lesen
Beirut - Syrische Regierungstruppen haben nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag neue Angriffe auf mehrere Städte im ganzen Land gestartet. Soldaten mit Panzern hätten am Morgen die Stadt Duma bei Damaskus gestürmt, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
New York - Die westlichen ... mehr lesen
Sicherheitsrat. (Archivbild)
Russland fordert Assad zum Truppenabzug aus syrischen Städten auf.
Damaskus - Die syrische Regierung ... mehr lesen
Kairo - Die syrische Führung betrachtet die gegen sie gerichtete ... mehr lesen
Die syrische Führung um Präsident Baschar al-Assad lässt seit mehr als einem Jahr eine Protestbewegung brutal unterdrücken.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen  
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen ... mehr lesen   1
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 1°C 3°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Basel 1°C 4°C Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen 0°C 1°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Bern 0°C 3°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Luzern 1°C 3°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Genf 3°C 5°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Lugano 3°C 7°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten