Angehört: Larytta - «Jura»
publiziert: Dienstag, 24. Feb 2015 / 21:15 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Feb 2015 / 00:18 Uhr

Anfang 2015 melden sich Larytta mit ihrem zweiten Album zurück: Auf «Jura» kombiniert die Band aus Lausanne elektronische Beat-Welten mit ausgelassenen, überschäumenden Melodien; die Schweizer verdichten und vereinen unterschiedlichste Einflüsse - und halten dabei stets die Balance: Einerseits verlieren sie den Faktor Pop niemals aus den Augen, schielen dabei aber stets auch in Richtung Club.

Seit inzwischen 10 Jahren als Duo unterwegs, haben Christian Pahud und Guy Meldem sich reichlich Zeit genommen und jahrelang an ihrem zweiten Album gefeilt, bis ihr Songwriting genau diese «goldene Mitte» traf.

«Jura» ist ein Album, dessen Songs zwar absolut eingängig und zugänglich sind (tanzbar übrigens auch!), dabei aber kein bisschen vorhersehbar wirken: Sie kommen einem stattdessen eher deshalb so seltsam vertraut vor, weil sie aus der Feder von zwei erfahrenen Musikern stammen, die ein ganzes Jahrzehnt investiert haben, um das Zusammenspiel von Rhythmen und Melodien immer weiter zu erforschen.

Kein Wunder also, dass die Referenzpunkte und Einflüsse extrem weit auseinanderliegen: Afrikanische Sounds treffen auf den Nahen Osten, der Staub des Western-Sounds der Siebziger vermengt sich mit den sauber gezogenen «White Lines» der Achtziger, wobei die Produktionen keineswegs unterkühlt klingen, sondern satt, warm und analog, unbedingt kompakt und auf den Punkt gebracht. Und dass auch die Songtexte eher augenzwinkernd gemeint sind, das verrät schon ein flüchtiger Blick auf die Titel: «Osama Obama», «Love Love Banana», «Broken Leg Theory», «Les Bambous» - noch Fragen? Wer in die Schichten von «Jura» vordringt, findet eine Welt, die nach ihren eigenen Regeln funktioniert, sich nicht zu ernst nimmt und stattdessen auf den Faktor Tanzbarkeit setzt.  Guy Meldem und Christian Pahud, zwei Musiker und Produzenten aus dem schönen Lausanne, gründeten ihr Gemeinschaftsprojekt Larytta im Jahr 2004. Nach mehreren EPs erschien 2008 ihr Debütalbum «Difficult Fun», mit dem sie ihren Sound endgültig definieren sollten: zeitgenössischen Pop mit Gesang, unterfüttert mit tanzbaren Beats und elektronischen Einflüssen aus allen erdenklichen Ecken und Epochen.

Um ehrlich zu sein ist das Spektrum dieser Einflüsse dermassen breit gefächert, dass eine genaue Schubladenzuordnung so gut wie unmöglich ist: Larytta vereinen schräge Electronica mit afrikanischen Rhythmen, eingängige Melodien mit hypnotisierenden Gesängen, Gitarren-Loops mit echten Ohrwurm-Refrains, Keyboard-Parts mit allerhand Noise-Einlagen, die Christian und Guy in ihrem Studio heranzüchten ? oder noch anders gesagt: Sie halten sich im Grenzgebiet zwischen Pop/Soul und Electro/Dance auf, schielen aber auch nach Afrika und in die Geschichte von HipHop und R&B.  Die erste EP «Larytta» erschien bereits im November 2005, gefolgt von der nächsten, «Ya-Ya-Ya», im Mai 2007. Nach der Albumveröffentlichung im Jahr danach legten sie das gemeinsam mit Bauchamp aufgenommene «Friends of Friends Vol. 2»-Album nach, das beim gleichnamigen Label aus Los Angeles erschien. Während ihr Name immer weitere Kreise zog, hatten Larytta die Gelegenheit, mit einer ganzen Reihe von hochkarätigen Künstlern aufzutreten - unter anderem mit Jamie Lidell, Micachu & The Shapes, Beach House, Justice, The Chap, DJ Medhi und Why!, um nur einige zu nennen. Und nach ausgiebigen Tour-Abstechern durch Frankreich, Spanien, die USA, Russland und China, sind Larytta auch schon bei etlichen Festivals aufgetreten: SXSW, Montreux Jazz, Electron, Sonar, Les Siestes Electroniques...

Sechs Jahre nach dem Erscheinen ihres gefeierten Debütalbums «Difficult Fun» melden sich Larytta mit ihrem zweiten Album zurück: «Jura». Schon der erste Single-Vorgeschmack, das durch ein sehenswertes Musikvideo flankierte «Osama Obama», zeigt, dass Larytta dieses Mal auf klangliches Neuland aufbrechen. Zwar tragen der analoge, ausgelassen-tanzbare Sound und der Humorfaktor unverkennbar ihre Handschrift, doch sind die Hooks von «Jura2 noch ansteckender.

(fest/news.ch mit Agenturen)

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