Angel- und Badeverbot nach Atomunfall in Tricastin bleibt
publiziert: Mittwoch, 9. Jul 2008 / 18:37 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Jul 2008 / 14:51 Uhr

Paris - Die Atomaufsicht hat die Verursacherfirma des Atom-Zwischenfalls im südfranzösischen Tricastin schon in der Vergangenheit zur Ordnung gerufen. Das Unternehmen Socatri war im letzten Jahr mehrfach negativ aufgefallen.

Die Uran-Belastaung der Rhone-Zuflüsse war 1000fach stärker als normal.
Die Uran-Belastaung der Rhone-Zuflüsse war 1000fach stärker als normal.
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So wurden wiederholt Lecks in Leitungen und Grenzwertüberschreitungen bei radioaktivem und chemischem Material festgestellt, heisst es im Jahresbericht der in Lyon ansässigen Atomaufsicht ASN für die Regionen Rhône-Alpes und Auvergne, der im Mai veröffentlicht wurde.

Das Leitungsnetz des Unternehmens, das verstrahlte Materialien reinigt, sei veraltet, weshalb «wiederholt» Flüssigkeiten ausgetreten seien. Die ASN verlangte deshalb, das Leitungsnetz «so schnell wie möglich zu ersetzen» und die Überwachung zu verstärken.

Ein Tag später informiert

In Tricastin war am Montagabend bei Reinigungsarbeiten radioaktive Flüssigkeit aus einem undichten Kessel entwichen. Ein Teil blieb auf dem Firmengelände, ein anderer Teil lief in die nahen Gewässer Gaffière und Lauzon. Socatri informierte die Atomaufsicht erst am nächsten Morgen über das Unglück.

Die Urankonzentration ist seither gesunken, befindet sich jedoch noch immer über dem Normalwert. Laut den Betreibern des Atommeilers und den Behörden bestand jedoch nie eine Gefahr für die Bevölkerung. Ein Angel- und Badeverbot für angrenzende Gemeinden wurde jedoch beibehalten.

(fest/sda)

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