Angela Merkel betont Bedeutung der Pressefreiheit
publiziert: Dienstag, 28. Aug 2007 / 10:45 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 28. Aug 2007 / 18:03 Uhr

Peking - Am zweiten Tag ihres China-Besuchs hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut die Beachtung der Menschenrechte angemahnt. Sie traf auch mit regierungskritischen Journalisten zusammen.

Angela Merkel: «Die Welt wird auf China blicken.»
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Während der Olympischen Spiele in Peking 2008 werde die Welt «in einem Masse auf China schauen, wie das in vielen Jahren nicht der Fall war», sagte sie in einer Rede in Peking. Dabei werde auch beachtet, wie sich China mit Blick auf die Meinungsfreiheit und die Pressefreiheit präsentiere.

Das Thema Menschenrechte sei aus deutscher Sicht «von entscheidender Bedeutung», sagte die Kanzlerin in ihrer Rede in der Akademie für Sozialwissenschaften in Peking. Die Diskussion werde in den kommenden Monaten vor den Olympischen Sommerspielen intensiver werden.

Bei ihrem Treffen mit regierungskritischen Journalisten sprach Merkel auch mit dem im vergangenen Jahr entlassenen Herausgeber einer Beilage der Jugendzeitung «China Youth Daily», Li Datong. Li war nach kritischer Berichterstattung auf Anweisung der Propagandaabteilung der Kommunistischen Partei entlassen worden.

«Wie Freunde geplaudert»

Merkel und er hätten «wie Freunde geplaudert», sagte Li der Nachrichtenagentur AFP. «Sie hatte für die Themen, über die wir sprachen, ein wirkliches Verständnis.» Als Ostdeutsche verstehe Merkel vermutlich «besser als andere europäische Politiker, wie es in einem autokratischen System zugeht», sagte der Journalist.

Menschenrechtsgruppen reagierten positiv auf das Treffen Merkels mit den Journalisten. Amnesty International sprach von einem «guten Signal an die vielen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten in China».

(smw/sda)

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