Angela Merkel ruft zu Mut und Ideen für die Zukunft auf
publiziert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 17:37 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Okt 2006 / 18:24 Uhr

Kiel - Zum 16. Tag der Deutschen Einheit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Deutschen in Ost und West aufgerufen, mit Mut und Ideen die Zukunft anzugehen. «Sehen wir die Chance vor dem Risiko», sagte sie beim zentralen Festakt in Kiel.

«Sehen wir die Chance vor dem Risiko», sagte Angela Merkel.
«Sehen wir die Chance vor dem Risiko», sagte Angela Merkel.
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«Ich wünsche mir, dass Deutschland den Willen verspürt, in Europa wieder an die Spitze zu kommen.» Die Bundesrepublik sei ein Land, «das die Kraft der Freiheit in sich trägt».

Bundesratspräsident Peter Harry Carstensen rief die Länder zu mehr Solidarität untereinander auf. Der Föderalismus bleibe ein Erfolgsmodell und Voraussetzung für fairen innerstaatlichen Wettbewerb.

«Aber Föderalismus lässt sich ohne Solidarität nicht denken», betonte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident vor 1200 Ehrengästen. Darunter waren Bundespräsident Horst Köhler, Bundestagspräsident Norbert Lammert, Verfassungsgerichtspräsident Hans-Jürgen Papier und Innenminister Wolfgang Schäuble.

Wir verbrauchen unsere Zukunft

Fast 17 Jahre nach dem Fall der Mauer mahnte Merkel in einer persönlich angelegten Rede, die Idee der Freiheit auch bei Bedrohungen nicht aufzugeben. Die Freiheit «ist und bleibt für mich der entscheidende Schlüssel, damit Gerechtigkeit und Solidarität eine Zukunft haben».

In Deutschland habe sich aber ein Leben von der Substanz eingeschlichen. «Wir verbrauchen unsere Zukunft. Schlimmer noch, wir verbrauchen die Zukunft unserer Kinder», sagte Merkel.

Die öffentlichen Haushalte müssten dauerhaft saniert, die Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitsplätze des 21. Jahrhunderts ausgerichtet und das Steuersystem vereinfacht werden. «Und kein Weg wird daran vorbeiführen, dass das Gesundheitswesen aus der Abhängigkeit von den Arbeitskosten herausgeführt wird.»

Zum Auftakt der von starken Sicherheitsvorkehrungen begleiteten Feierlichkeiten hatte es in der Nikolai-Kirche einen Ökumenischen Gottesdienst gegeben. Danach eröffnete Bundespräsident Köhler eine grosse Musikparade mit 800 Teilnehmern aus allen 16 Bundesländern.

(smw/sda)

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