Angriff der Hoppers auf die Europacup-Plätze
publiziert: Mittwoch, 10. Mrz 2010 / 00:00 Uhr
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Grasshopper-Trainer Ciriaco Sforza visiert die Europa League Plätze an.
Grasshopper-Trainer Ciriaco Sforza visiert die Europa League Plätze an.

In den Nachtragsspielen von heute (Mittwoch) in der Axpo Super League kommt GC zum ersten Heimauftritt der Rückrunde. Die Zürcher empfangen den Tabellenletzten Aarau. In der zweiten Partie reist Aufsteiger St. Gallen zur AC Bellinzona.

1 Meldung im Zusammenhang

Wegen der leidigen Dachgeschichte im Letzigrund treten die Grasshoppers erst zum dritten Mal im neuen Jahr an. Und doch haben die Zürcher verheissungsvolle sportliche Perspektiven. Der 2:1-Sieg in Basel am Wochenende hat GC in eine gute Position im Kampf um die Europacup-Plätze gebracht.

Gewinnt der Rekordmeister auch gegen Aarau, könnte er bereits Vierter und damit erstmals in dieser Saison auf einem Platz klassiert sein, der am Ende der Saison zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. Nach Verlustpunkten ist GC schon jetzt mit dem Tabellendritten Luzern auf Augenhöhe.

Für Aarau geht es ums Überleben

Gegen einen Widersacher, der auf fremden Plätzen noch keinen Sieg errungen hat, darf von GC ein Erfolg erwartet werden. Doch Coach Ciriaco Sforza setzt einen Gegentrend. Das Spiel gegen Aarau werde wohl schwieriger als jenes in Basel, «weil es für Aarau in jedem Spiel ums Überleben geht.»

In St. Gallen habe er einen starken FCA gesehen, der fast drei Punkte geholt habe, so Sforza. «Sie zeigten einen hervorragenden Mannschaftsgeist.» GC muss diesmal auf den gesperrten Ricardo Cabanas verzichten, der am Samstag in Basel ein Tor erzielte. Dafür ist im jungen Ensemble Abwehrchef Boris Smiljanic wieder dabei.

Den Angriff der Grasshoppers auf Platz 4 will St. Gallen abwehren. Die Ostschweizer, die um einen Punkt besser dastehen als die Zürcher, aber auch schon zwei Partien mehr ausgetragen haben, gastieren in Bellinzona.

Trainer Uli Forte verlangt von seinem Team eine konzentrierte Leistung von Beginn weg, nachdem es zuletzt gegen Aarau die erste Stunde verschlafen habe. «Ich will eine Mannschaft, die wie in Neuenburg (3:0-Sieg -- Red.) sofort unter 1000 Volt steht.»

Bellinzona nicht unterschätzen

Als Aufsteiger unterschätzt man selbstredend keinen Gegner, auch nicht einen, den man im Herbst in dessen Stadion 5:0 geschlagen hat. Forte: «Seither hat sich Bellinzona unter Trainer Cavasin mächtig gesteigert. Es spielt diszipliniert und ist mit Kontern gefährlich. Das ist nicht mehr das gleiche Bellinzona wie bei unserem Kantersieg.»

Der klare Erfolg der Ostschweizer damals Anfang November im Comunale hatte Bellinzonas Trainer Marco Schällibaum zum Rücktritt gezwungen. Merklich aufwärts ging es bei der ACB seither aber nicht. Sechs von sieben Spielen verlor Bellinzona. In der Rückrunde gewann die Squadra noch keinen Punkt.

 Die Nachtragsspiele der Axpo Super League vom Mittwoch im Detail:

Bellinzona - St. Gallen (bisherige Resultate: 1:1, 0:5)

Mittwoch, 18.45 Uhr. -- Abwesend: Ciarrocchi (gesperrt), Siqueira-Barras, Conti (beide verletzt), Kasami (nicht spielberechtigt); Oehri, Muntwiler, Knöpfel, Bolli (alle verletzt) -- Fraglich: keiner; Pa Modou. -- Statistik: Bellinzona hat in der Rückrunde alle drei Spiele verloren und dabei zehn Gegentore kassiert. Aufsteiger St. Gallen hat gute Erinnerungen an die jüngste Vergangenheit im Tessin. Im Herbst gewannen die Ostschweizer im Comunale 5:0. Costanzo (2), Frei, Abegglen und Merenda schossen die Tore zum bisher höchsten Saisonsieg.

Grasshoppers - Aarau (0:1, 4:0)

Mittwoch, 18.45 Uhr. -- Abwesend: Cabanas (gesperrt), Vallori, Lulic, Schultz, Basha (alle verletzt), Lalombongo, Ben Khalifa (beide im Nachwuchs/1. Liga); Ionita. -- Fraglich: keiner; Stoll. -- Statistik: GC verlor seit Ende August kein Heimspiel mehr und holte in dieser Phase auf dem Letzigrund in fünf Partien 13 Punkte. Die Aargauer haben auswärts noch nie gewonnen, am vergangenen Sonntag beim 2:2 in St. Gallen aber immerhin den dritten Punkt in der Fremde ergattert.

Rangliste:

1. Young Boys 23/50. 2. Basel 23/46. 3. Luzern 23/38. 4. Sion 22/31. 5. Neuchâtel Xamax 23/31. 6. St. Gallen 22/30. 7. Grasshoppers 20/29. 8. Zürich 22/28. 9. Bellinzona 22/15. 10. Aarau 22/11.

(fest/Si)

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