Angst um Kinder der Band Pussy Riot
publiziert: Montag, 13. Aug 2012 / 17:38 Uhr
Pussy Riot: Auch Mütter in der Band.
Pussy Riot: Auch Mütter in der Band.

Moskau - Zwei der drei inhaftierten Frauen der russischen Band Pussy Riot fürchten um das Wohl ihrer Kinder. Um sie vor dem Zugriff der Behörden zu retten, beantragten die Verteidiger das Sorgerecht für Nadeschda Tolokonnikowas vierjährige Tochter Gera und Maria Aljochinas fünfjährigen Sohn Filipp.

Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
8 Meldungen im Zusammenhang
Damit wollten sie vermeiden, dass die Kinder nach dem am Freitag erwarteten Urteil zu Pflegefamilien müssen, sagten die Anwälte dem kremlkritischen Magazin «The New Times» vom Montag.

Den drei angeklagten Frauen drohen nach einer Protestaktion gegen Kremlchef Wladimir Putin in einer Kirche lange Haftstrafen wegen Rowdytums aus religiösem Hass.

Ihre Verteidiger befürchten auch, dass ihnen selbst die Zulassung entzogen werden könnte. «Mein Eindruck ist, dass dies unser letzter Job ist», sagte die Anwältin Violetta Wolkowa. Sie beklagte sich über «ständige Schikanen der Staatsanwaltschaft» und schwere Gesetzesverstösse durch die Richterin Marina Syrowa.

Ihr Kollege Mark Fejgin prangerte «Willkür» an. Das Urteil werde an oberster Stelle gesprochen, sagte Fejgin.

Drohungen der Ermittler

Die Ermittler hätten der 24-jährigen Aljochina damit gedroht, ihr nach einer Verurteilung den Sohn wegzunehmen, sagte Fejgin, obwohl der Vater des Kindes nichts mit dem Prozess zu tun habe. Noch schwieriger sei die Lage für die 22-jährige Tolokonnikowa, da auch ihr Mann Pjotr Wersilow eine Festnahme fürchten müsse. Die dritte Angeklagte Jekaterina Samuzewitsch (30) hat keine Kinder.

In der sibirischen Stadt Nowosibirsk verurteilten unterdessen zwei Gerichte einen Künstler nach einer Plakataktion für Pussy Riot zu Geldbussen von umgerechnet jeweils 15 Franken. Artjom Loskutow hatte im März Plakate aufgehängt, die christlichen Ikonen nachempfunden waren.

Darauf war die Gottesmutter mit einer bunten Sturmhaube und Kleid gemalt - den Erkennungszeichen von Pussy Riot. Statt Jesus hatte sie ein Mädchen mit Zöpfen auf dem Schoss. Darüber hatte sich die einflussreiche russisch-orthodoxe Kirche beschwert.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Moskau - Im Verfahren gegen die russische Frauenband Pussy Riot hat die Verteidigung Berufung gegen die Urteile ... mehr lesen
Die Strafen für Pussy Riot könnten in einem Berufungsverfahren reduziert werden.
Rowdytum - Protest von Pussy Riot in der Kirche.
Moskau - Die drei Frauen der russischen Punkband Pussy Riot sind am Freitag in Moskau zu je zwei Jahren Haft wegen ... mehr lesen
Valentin Abgottspon In Russland droht drei Frauen der Punkrockband «Pussy Riot» eine Verurteilung. In Indien wird der Bürgerrechtler und Rationalist Sanal Edamaruku verfolgt, weil er ein ... mehr lesen 2
Punkband «Pussy Riot»: Angeklagt für Pseudo-Vergehen
Madonna setzt sich für die Musikerinnen von Pussy Riots ein.
Moskau - Nach der Kritik von Pop-Ikone Madonna am Umgang Russlands ... mehr lesen
Moskau - Im umstrittenen Prozess gegen die Moskauer Frauen-Band Pussy Riot will das Gericht das Urteil erst am 17. August ... mehr lesen
Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau.
Weitere Artikel im Zusammenhang
«Diese drei Mädchen - Nadja, Mascha und Katja - haben etwas Mutiges getan», so Madonna.
Moskau - US-Popstar Madonna hat ... mehr lesen
Moskau - Im umstrittenen Moskauer Prozess gegen die feministische Protestband Pussy Riot hat die Staatsanwaltschaft drei Jahre ... mehr lesen
Pussy Riot wird wegen religiösem Hass angeklagt.
Moskau - Die Mitglieder der russischen Punkband Pussy Riot haben der Richterin in einem Prozess wegen Rowdytums politische Befangenheit und mangelnden Respekt vor der Verteidigung vorgeworfen. «Meine Gesuche werden gar nicht erst gehört», sagte die 23-jährige Musikerin Nadeschda Tolokonnikowa am Montag. mehr lesen 
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
Nein, dieser Artikel ist nicht ansteckend ...
Nein, dieser Artikel ist nicht ansteckend ...
Strafe für «witzigen» Flugpassagier  Dublin - Weil er während eines Fluges von Mailand nach Dublin Angst vor dem Ebola-Virus ausgelöst hat, ist ein Italiener in Irland zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der 56-Jährige muss 2500 Euro an eine wohltätige Einrichtung spenden. 
Das Universitätsspital Lausanne.
Lausanne: Experimenteller Ebola-Impfstoff Lausanne - Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika beteiligt sich auch die Schweiz an der Erprobung von möglichen ...
Ebola: New York lockert Quarantäne-Regeln Washington - Nach heftiger Kritik hat der US-Bundesstaat New York die Regeln für ...
Mehr als 10'000 Ebola-Fälle weltweit Genf - Die Zahl der Ebola-Fälle in Westafrika ist auf mehr als 10'000 gestiegen. Nach ...
Fandung in Südafrika  Johannesburg - Nach den tödlichen Schüssen auf Südafrikas Fussballnationalgoalie Senzo ...
Der Verdächtige sei in Gewahrsam genommen worden. (Symbolbild)
Meyiwas Nummer 1 wird nicht mehr vergeben Der Klub des ermordeten südafrikanischen Keepers Senzo Meyiwa wird nie wieder ein Trikot mit der Nummer 1 ...
Dem Goalie Südafrikas wird gedenkt. (Symbolbild)
Südafrika schockiert über gewaltsamen Tod von Nationaltorwart Johannesburg - Trauer und Wut in Südafrika nach dem gewaltsamen Tod von Nationaltorwart und Kapitän Senzo ...
Titel Forum Teaser
Dirk Hebel ist Assistenzprofessor für Architektur am Singapore ETH Centre (SEC).
ETH-Zukunftsblog Sand (Teil 2): nachhaltige Alternativen Der massive Abbau natürlicher Sandvorkommen in ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 8°C 12°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 4°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 4°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 3°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 6°C 14°C nebelig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 5°C 16°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 7°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten