Angst vor Hungersnot - Äthiopien bittet um Hilfe
publiziert: Freitag, 13. Jun 2008 / 11:03 Uhr / aktualisiert: Freitag, 13. Jun 2008 / 14:14 Uhr

Nairobi - Äthiopien hat die internationale Gemeinschaft dringend um Lebensmittelhilfe gebeten. Das Land in der Sahelzone benötigt von den Geberländern mehr als 300 Millionen Dollar, um zusätzliche Lebensmittel zu kaufen.

UNICEF hat sich bereits alarmiert über den hohen Anteil stark unterernährter Kinder in Äthiopien gezeigt.
UNICEF hat sich bereits alarmiert über den hohen Anteil stark unterernährter Kinder in Äthiopien gezeigt.
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Die Vorräte zur Versorgung der Bevölkerung reichten noch für den Juni, im Juli aber drohe Hunger, berichtete die britische BBC.

Durch anhaltende Dürre und eine schlechte Regenzeit sind die eigenen Lebensmittelvorräte zu gering, um bis zur nächsten Ernte im August oder September auszureichen.

Warnung vor Unterernährung

Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen und das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF haben sich bereits in den vergangenen Wochen alarmiert über den hohen Anteil stark unterernährter Kinder in Äthiopien gezeigt.

In die Gesundheitszentren des Landes werden immer mehr Kinder gebracht, die sich in einem lebensbedrohlichen Zustand befinden.

Das äthiopische Krisenzentrum hat lediglich 118'000 Tonnen Lebensmittel in seinen Lagern, benötigt werden den Angaben zufolge jedoch mindestens eine halbe Million Tonnen Lebensmittel.

Kenia senkt Mehrwertsteuer

Die weltweite Lebensmittelpreiskrise beschäftigt auch Kenia. Als Reaktion hat die kenianische Regierung mit Sofortwirkung die Mehrwertsteuer für mehrere Grundnahrungsmittel gestrichen.

Für Mais- und Weizenmehl sowie für Milch und Reis muss keine Mehrwertsteuer mehr gezahlt werden, berichtete die Zeitung «The Standard». Mit diesem Schritt soll sichergestellt werden, dass sich vor allem die arme Bevölkerung in den Slums der Grossstädte versorgen kann. Ausserdem wurde eine Senkung der Einfuhrzölle für Getreide von 35 auf 10 Prozent angeordnet.

(bert/sda)

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