Angst vor gepanschtem Raki
publiziert: Mittwoch, 2. Mrz 2005 / 18:59 Uhr

Istanbul - In der Türkei geht die Angst vor gepanschtem Todes-Raki um. In Istanbul starben mindestens sieben Menschen, nachdem sie von dem mit Methylalkohol versetzten Anis-Schnaps getrunken hatten, wie Provinzgouverneur Muammer Güler mitteilte.

Ein türkischer Verbraucherverein forderte, den Verkauf von Raki im ganzen Land zu stoppen.
Ein türkischer Verbraucherverein forderte, den Verkauf von Raki im ganzen Land zu stoppen.
In den Spitälern der Stadt wurden über 30 Menschen mit ähnlichen Vergiftungserscheinungen behandelt, mehrere von ihnen auf der Intensivstation. Hinzu kommen verdächtige Todesfälle.

In einer Istanbuler Wohnung wurde die Leiche eines Mannes gefunden, daneben eine halb gefüllte Raki-Flasche. Ein anderer Mann wurde tot in einem Auto entdeckt. Auch er roch nach Raki.

Herstellung im Parkhaus

Der gepanschte Raki war illegal in einem Parkhaus im Istanbuler Stadtbezirk Bayrampasa hergestellt und über die Stadt verteilt an Restaurants und Läden verkauft worden. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen. Andere werden noch gesucht. Methylalkohol kann zu Lähmungen, dauerhafter Erblindung, aber auch zum Tod führen.

Ein Opfer des Todes-Rakis wurde auch der Eigentürmer des Parkhauses, in dem der Schnaps abgefüllt worden war. Untersuchungen ergaben, dass das Gebräu das 200 bis 300fache des erlaubten Methylalkoholgehaltes von 0,15 Prozent enthielt.

Ladung abgefangen

Eine Ladung des gepanschten Rakis aus Istanbul fing die Polizei am Mittwoch in der südtürkischen Mittelmeerstadt Antalya ab. Mehr als 4000 Flaschen waren in einem Lastwagen unter leeren Obst- und Gemüsekisten versteckt.

Der nach eigenen Angaben ahnungslose Fahrer wurde festgenommen, wie der Nachrichtensender CNN-Türk meldete. Unabhängig von dem Fall in Istanbul nahm die Polizei in der östlich gelegenen Provinz Sakarya drei Männer fest, die in einem Keller ebenfalls gepanschten Raki hergestellt hatten.

Ein türkischer Verbraucherverein forderte, den Verkauf von Raki im ganzen Land zu stoppen, um nicht weitere Menschenleben zu gefährden.

Verbrauchssteuern

Das türkische Getränkeunternehmen Mey Icki, das im vergangenen Jahr im Zuge der Privatisierung des früheren staatlichen Monopolisten Tekel dessen Alkoholsparte übernommen hatte, prangerte den starken Anstieg der Verbrauchssteuern an. Dadurch würde die illegale Herstellung von Raki erst attraktiv gemacht.

(bert/sda)

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