Anhänger der Opposition in Simbabwe auf der Flucht
publiziert: Mittwoch, 25. Jun 2008 / 15:33 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Jun 2008 / 22:14 Uhr

London - Aus Angst um ihr Leben sind in Simbabwe rund 300 Menschen in die Botschaft Südafrikas in Harare geflohen. Nach Angaben eines südafrikanischen Aussenamtssprechers handelt es sich bei den Flüchtlingen offenkundig um Anhänger der Opposition.

Morgan Tsvangirai hat sich widersprüchlich zu einer möglichen militärischen Intervention in seinem Land geäussert.
Morgan Tsvangirai hat sich widersprüchlich zu einer möglichen militärischen Intervention in seinem Land geäussert.
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Die Situation sei unter Kontrolle, erklärte der Sprecher in Südafrikas Hauptstadt Pretoria.

Unterdessen hat Oppositionsführer Morgan Tsvangirai die niederländische Botschaft in Harare verlassen, in der er am Sonntag Zuflucht gefunden hatte.

Wie AFP-Reporter berichteten, begab sich Tsvangirai nach Hause, um von dort eine Medienkonferenz zu geben. Der Sprecher des niederländischen Aussenministeriums in Den Haag bestätigte die Information.

Tsvangirai hatte sich in die Botschaft begeben, nachdem er bekannt gegeben hatte, dass er die Stichwahl um die Präsidentschaft gegen Robert Mugabe am Freitag boykottieren werde.

Keine Wahlen möglich

Nach Ansicht des Weltsicherheitsrats kann die für Freitag geplante Stichwahl aufgrund der Gewalt im Land nicht stattfinden. Freie und faire Wahlen seien in Simbabwe derzeit nicht möglich, hatte das höchste UNO-Gremium am Montag erklärt. Mugabe hält jedoch trotz aller internationaler Kritik weiter an der Stichwahl fest.

Die USA werden das Ergebnis der Präsidentenwahl in Simbabwe nicht anerkennen. Das erklärte die US-Staatssekretärin Jendayi Frazer im britischen Sender BBC. Auch ein Sprecher des französischen Aussenministeriums in Paris sagte, Frankreich werde eine aus den «gefälschten Wahlen» hervorgehenden Regierung «nicht anerkennen».

Angesichts der Krise in Simbabwe ist die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC) zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen.

(bert/sda)

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