Anja Käser am Diplom vorbei
publiziert: Dienstag, 24. Aug 2004 / 20:33 Uhr

Mistral-Surferin Anja Käser rangiert vor der heutigen letzten Wettfahrt auf dem 14. Rang. Sie wird damit auch bei ihrer zweiten Olympia-Teilnahme das angestrebte Diplom verpassen. Niedergeschlagen ist die sympathische Davoserin aber nicht.

Anja Käser weiss, wieso sie ihr Diplom verpasst hat.
Anja Käser weiss, wieso sie ihr Diplom verpasst hat.
In Käsers Resultatblatt fehlen in erster Linie die Expoits. Ausser einem 7. Rang und zwei "Abschiffern" (Platz 27 nach der Disqualifikation wegen Frühstart und 18) bewegen sich sämtliche sieben Ergebnisse in den Regionen zwischen 10 und 15. Käser ist nicht zufrieden, weiss aber nicht genau, woran es gelegen hat, dass sie ihr (Diplom-)Ziel verpasste: "Schwierig zu sagen. Vielleicht wäre es besser herausgekommen, wenn ich den Frühstart nicht gehabt hätte."

Käser hatte nach Sydney eine einjährige Pause eingelegt, um sich darüber klar zu werden, ob sie überhaupt weitermachen wolle. Auch diesmal will sie keinen Schnellschuss produzieren: "Ich muss diesen Anlass zuerst verdauen und werde mir dann genügend Zeit lassen, um abzuwägen, ob ich noch einmal vier Jahre weitermache."

Zuerst ist jetzt einmal Kopfauslüften angesagt: Nach einigen Sponsoren-Anlässen geht sie im Bündnerland mit ihrem Vater auf die Gamsjagd. "Aber nur als Zuschauerin, ich schiesse nicht selber", fügt die Athletin lachend an.

Wie beim Wein

Wenn sie über die eigene Zukunft entscheidet, wird Anja Käser sicher auch bedenken, dass es mit Mistral-Surfern ähnlich ist wie mit gutem Wein: je älter, desto besser. Sie ist mit ihren 24 Jahren und trotz ihrer zweiten Teilnahme noch fast ein Greenhorn, von den besser klassierten Athletinnen sind nur noch Blanca Monachon (Sp, 9.), Zofia Klepacka (Pol, 12.) und Lee Korzits (Isr, 13.) jünger.

Die andern sind älter, zum Teil beträchtlich, und haben einen riesigen Erfahrungsvorsprung, der sich gerade bei den unberechenbaren Verhältnissen in Athen auszahlt: Von den Top 6 haben Leaderin Alessandra Sensini, Lai Shan Lee (4.), Barbara Kendall (5.) und Jessica Crisp (6.) eine Dekade oder mehr auf dem Buckel als die Schweizerin und sind damit dem Karrieren-Ende ziemlich nahe.

Männer. Star. 6. Regatta: 1. Fredrik Loof/Anders Ekström (Sd). 2. Xavier Rohart/Pascal Rambeau (Fr). 3. Iain Percy/Steve Mitchell (Gb). Ferner: 9. Flavio Marazzi/Enrico De Maria (Sz). -- Stand nach 6 Regatten: 1. Torben Grael/Marcelo Ferreira (Br) 13. 2. Ross Macdonald/Mike Wolfs (Ka) 26. 3. Paul cayard/Phil Trinter (USA) 26. 4. Nicklas Holm/Claus Olesen (Dä). 5. Rohart/Rambeau 27. 6. Marazzi/De Maria 29. 7. Percy/Mitchell 29.

49-er. 13. Regatta: 1. Chris Draper/Simon Hiscocks (Gb). 2. Chris Nicholson/Gary Boyd (Au). 3. Marcin Czajkowski/Krysztof Kierkowski (Pol). Ferner: 7. Christopher Rast/Christian Steiger (Sz). -- 14. Regatta: 1. Nicholson/Boyd. 2. Iker Martinez/Xavier Fernandez (Sp). 3. Christoffer Sundby/Frode Bovim (No). Ferner: 16. Rast/Steiger. -- 15. Regatta: 1. Tim Wadlow/Pete Spaulding (USA). 2. Sundby/Bovim. 3. Rodion Luka/George Leontschuk (Ukr). Ferner: 9. Rast/Steiger. -- Stand nach 15 Regatten: 1. Martinez/Fernandez 60. 2. Luka/Leontschuk 69. 3. Draper/Hiscocks 71. -- Ferner: 14. Rast/Steiger 128.

(rr/Si)

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