Ankara gibt grünes Licht für Intervention im Irak
publiziert: Mittwoch, 17. Okt 2007 / 17:30 Uhr

Ankara - Das türkische Parlament hat grünes Licht zu einer Militärintervention gegen die kurdischen PKK-Rebellen im Nordirak gegeben. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters.

Marschiert die Türkei nun selbst in den Irak ein, um gegen die kurdischen Rebellen vorzugehen?
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Die Regierung betonte, mit dem Parlamentsentscheid seien nun die Voraussetzungen für eine Armee-Operation im Nachbarland gegeben. Das bedeute aber nicht, dass ein solcher Einsatz auch tatsächlich stattfinden werde.

Kurz vor dem Parlamentsentscheid hatte der irakische Präsident Dschalal Talabani an den Nachbarn appelliert, nicht einzumarschieren. Er hoffe auf die Weisheit des türkischen Regierungschefs Tayyip Erdogan, von einer Intervention abzusehen, sagte der Kurde Talabani bei einem Besuch in Paris.

Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki brachte zudem eine gemeinsame irakisch-türkische Militäraktion gegen die Kurdenrebellen ins Spiel. «Geben sie uns eine weitere Chance», zitierte der Sender CNN Turk Maliki bei einem Telefonat mit Erdogan.

Bush mahnt

Auch US-Präsident George W. Bush hat die Türkei aufgefordert, auf Militärinterventionen im Nordirak zu verzichten.

Truppenentsendungen ins Nachbarland seien nicht im Interesse Ankaras, mahnte Bush an einer Pressekonferenz in Washington.

Die USA, die EU, die NATO und der Irak haben die Türkei aufgefordert, die relativ stabile Lage im Nordirak nicht zu gefährden. NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer rief alle Seiten zu grösster Zurückhaltung auf.

PKK-Rebellen im Grenzgebiet

Die Türkei wirft den Regierungen in Washington und Bagdad vor, nicht entschlossen genug gegen die etwa 3000 kurdischen Rebellen der separatistischen PKK vorzugehen, die die Grenzregion als Rückzugsgebiet nutzen.

Ministerpräsident Erdogan steht unter grossem Druck der Armee, die dort aufflammenden Kämpfe zu stoppen. Die türkische Regierung stuft die PKK als Terrorgruppe ein. Seit Beginn des bewaffneten Kampfes im Südosten der Türkei 1984 sei sie für den Tod von mehr als 30 000 Menschen verantwortlich.

(fest/sda)

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