Tod von Afroamerikanerin in US-Gefängniszelle
Anklage wegen Falschaussage
publiziert: Donnerstag, 7. Jan 2016 / 08:07 Uhr
Der Polizist muss sich wegen Falschaussage verantworten.
Der Polizist muss sich wegen Falschaussage verantworten.

Chicago - Im Fall der in einer Gefängniszelle im US-Bundesstaat Texas gestorbenen Schwarzen Sandra Bland ist Anklage gegen einen weissen Polizisten erhoben worden. Brian Encinia müsse sich wegen mutmasslicher Falschaussage verantworten.

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Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch am Gericht von Waller County mit. Es gehe um die Aussage, mit der der Polizist begründet hatte, warum er Bland aus ihrem Auto zerrte.

Die Afroamerikanerin war im Juli vergangenen Jahres in der Nähe von Houston von der Polizei angehalten worden, weil sie bei einem Spurwechsel nicht geblinkt hatte. Drei Tage nach ihrer Festnahme wurde die 28-Jährige tot in ihrer Gefängniszelle gefunden. Für die Justizbehörden handelte es sich um Selbstmord, was die Familie bezweifelt.

Auf einem Video von der Festnahme ist zu sehen, wie ein weisser Polizist mit der jungen Frau in einen Streit gerät, in dessen Verlauf sie mit einem Elektroschockgerät bedroht und aus dem Auto gezerrt wird.

Debatte um Rassismus und Polizeigewalt

Festgenommen wurde Bland nach Justizangaben unter dem Vorwurf des Angriffs auf einen Staatsbediensteten. Wie genau der nun angeklagte Encinia rechtfertigte, warum Bland aus dem Auto geholt wurde, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit.

Der Fall hatte auch die Debatte um Rassismus und Polizeigewalt in den USA angeheizt. Bland war Mitglied der Organisation Black Lives Matter (Schwarze Leben zählen), die nach mehreren Fällen tödlicher Polizeigewalt gegen Afroamerikaner gegründet worden war.

(sda)

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