Annan bemüht sich weiter um Syrien-Lösung
publiziert: Dienstag, 10. Jul 2012 / 18:42 Uhr
Kofi Annan besuchte Bagdad.
Kofi Annan besuchte Bagdad.

Tripoli - Der Syrien-Sondergesandte Kofi Annan hat seine Bemühungen im Nahen Osten um eine diplomatische Lösung im Syrien-Konflikt fortgesetzt. Nach Gesprächen im Iran traf er am Dienstag in Bagdad ein.

9 Meldungen im Zusammenhang
Es ist die erste Reise Annans in seiner Funktion als Syrien-Sondergesandter in den Irak. Einige religiöse Schiiten-Parteien sympathisieren mit Assad, während die Sunniten und ein Grossteil der Kurden eher aufseiten der Opposition stehen.

Ein irakischer Regierungssprecher sagte, Bagdad wolle Vorschläge zur Lösung des seit 16 Monaten andauernden Konflikts im Nachbarland unterbreiten. Einzelheiten zum Gespräch zwischen Annan und Ministerpräsident Nuri al-Maliki nannte er nicht.

Zuvor weilte Annan zu Gesprächen im Iran. Der Vermittler hatte sich wiederholt für eine Beteiligung Teherans an einer Konfliktlösung ausgesprochen. Er erhofft sich von den Konsultationen mit Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad doch noch eine Rettung seines Friedensplans.

Der Iran könne eine "positive Rolle" im Syrien-Konflikt spielen, darum werde er weiter mit Teheran zusammenarbeiten, sagte Annan nach einem Gespräch mit Irans Aussenminister Ali Akbar Salehi. Zugleich warnte Annan, dass die Krise in Syrien ausser Kontrolle geraten und sich zu einem regionalen Konflikt ausweiten könne.

Der Iran lobte die "Unparteilichkeit" des Sondergesandten und forderte eine Umsetzung von dessen Friedensplans. "Wir erwarten von Annan, dass er seinen Plan durchsetzt, damit in der Region Ruhe und Stabilität einkehren", sagte Salehi. Der Iran sei Teil einer Lösung der Krise in Syrien.

Konflikt fordert mehr als 17'000 Tote

Das Assad-Regime geht seit mehr als 16 Monaten mit grosser Härte gegen einen Volksaufstand vor. Nach Angaben der oppositionellen Beobachtungsstelle für Menschenrechte forderte der Konflikt bisher mehr als 17'000 Menschenleben. Unter den Opfern seien rund 12'000 Zivilisten. Die Gruppe "Reporter ohne Grenzen" klagte, seit März 2011 seien in Syrien 33 Journalisten ums Leben gekommen.

Landesweite Kämpfe forderten nach Angaben von Aktivisten auch am Dienstag wieder Todesopfer. In der Nacht auf Dienstag starb auch ein Mitarbeiter des syrischen Roten Halbmondes im Einsatz. Der Mann sei in einer klar gekennzeichneten Ambulanz unterwegs gewesen, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Die USA haben bestätigt, dass sich zwei weitere ranghohe syrische Diplomaten abgesetzt haben. Dabei handle es sich um die Botschafter Syriens in Zypern und ... mehr lesen
Die Botschafter versuchen sich immer mehr vom Volk abzuwenden.
Russland bezeichnet westliche Syrien-Resolution als «unannehmbar».
Genf/Istanbul - Russland, eine der Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat, lehnt den ... mehr lesen
New York - Die westlichen Länder im UNO-Sicherheitsrat haben einen neuen Versuch für eine Resolution mit Sanktionen ... mehr lesen
Der Westen im UNO-Sicherheitsrat legt ein neuer Resolutionsentwurf mit Sanktionen gegen Syrien vor.
Gemäss Sergej Lawrow werde Russland nicht von seiner Position abrücken. (Archivbild)
Moskau - Der Chef des oppositionellen Syrischen Nationalrats, Abdel Basset Sajda, ... mehr lesen
Dschungelbuch Am Sonntagabend konnte man in der ARD Zeuge eines polit-zynischen Stückes Irr-Realpolitik werden. Der Autor Jürgen ... mehr lesen 3
Problemlos die Realität umgedreht: Baschar al Assad.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Wadi Chaled - Das syrische Militär hat Augenzeugen zufolge mehrere Dörfer im Norden Libanons beschossen und dabei drei Menschen getötet. Zahlreiche weitere Menschen seien verletzt worden, sagten Einwohner. mehr lesen 
Die Gewalt in Syrien geht unaufhörlich weiter.
Beirut - Die anhaltende Gewalt in Syrien hat am Donnerstag nach Angaben von ... mehr lesen
Beirut - Der blutige Konflikt in Syrien heizt die Gewalt auch im Nachbarland Libanon weiter an: Bei Strassenkämpfen zwischen ... mehr lesen
Baschar al-Assad ist auch asserhalb Lybiens umstritten. (Archivbild)
Die US-Streitkräfte haben 200 Marines auf Sizilien verlegt. (Archivbild)
Die US-Streitkräfte haben 200 Marines auf Sizilien verlegt. (Archivbild)
Um im Notfall zur Hilfe zu kommen  Rom - Die US-Streitkräfte verlegen 200 Marines auf einen Stützpunkt auf Sizilien, um im Notfall Diplomaten in Libyen zur Hilfe kommen zu können. Die Verstärkung auf der Basis Sigonella dient der Sicherheit des US-Personals in Libyen und für mögliche Evakuierungen. 
Britische Botschaft flüchtet aus Libyen London - Grossbritannien zieht wegen «anhaltender politischer Unsicherheit» ...
Staatsdienst zu erreichen  Tripolis - Bewaffnete in Libyen haben nach dem Aussen- auch das Justizministerium umstellt, um die Entlassung von Anhängern des gestürzten Machthabers Muammar al-Gaddafi aus dem Staatsdienst zu erreichen.  
Proteste gegen Milizen in Libyen Tripolis - Mehrere hundert Demonstranten haben versucht, die seit zwei Wochen andauernde Belagerung des ...
Titel Forum Teaser
  • jorian aus Gretzenbach 1170
    Luxemburg Warum wird nicht über Luxemburg ... gestern 17:56
  • jorian aus Gretzenbach 1170
    Syrien Der Assad muss weg, damit die Islambrüder an die Macht kommen. So ... Fr, 17.05.13 08:11
  • zombie1969 aus Frauenfeld 1554
    Krass... was da abgeht unter dem Namen "Allahs". Allerdings neigen nicht nur ... Do, 16.05.13 14:46
  • jorian aus Gretzenbach 1170
    EURO! Der € sollte, die europäischen Völker zusammenschweissen. Das Gegenteil ... Di, 14.05.13 12:11
  • mariesuisse aus Bern 200
    Guatemala es vergehen immer viel zu viele Jahre, bis Diktatoren, die ... Di, 14.05.13 10:48
  • zombie1969 aus Frauenfeld 1554
    Heuchler "Iran warnt vor Einsatz von Giftgas" ... und liefert Waffen nach Syrien ... Sa, 11.05.13 13:45
  • keinschaf aus Henau 1513
    under-agent Eine eigentlich überflüssige Antwort auf eine überflüssige ... Sa, 11.05.13 11:49
  • HeinrichFrei aus Zürich 223
    "Wir" Bürger die sich an Gesetze und Verordnungen halten Unter "Wir" verstehe ich Bürger wie Sie und mich die Steuern zahlen, ... Sa, 11.05.13 07:35
Senator Orrin Hatch: «So etwas habe ich in der Vergangenheit noch nicht erlebt − ausser damals unter Nixon.»
CNN-News Dreifacher Trouble für den Präsidenten Das Weisse Haus muss in diesen Tagen an mehreren ...
Wettbewerb
Fitness für die Lachmuskeln ist garantiert.
Mitmachen und gewinnen  Freitag, 31. Mai und Samstag, 1. Juni. Das sind die Daten welche man sich unbedingt merken muss. Denn dann tritt Dieter Nuhr, einer der erfolgreichsten ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 5°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Basel 4°C 16°C leicht bewölkt bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 8°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 5°C 20°C leicht bewölkt bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Luzern 8°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Genf 6°C 16°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Lugano 12°C 15°C bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten