Annan fordert Eingreiftruppe für Liberia
publiziert: Sonntag, 29. Jun 2003 / 08:09 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 29. Jun 2003 / 08:29 Uhr

Monrovia/Genf - Angesichts der heftigen Kämpfe in Liberia hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan die Entsendung einer internationalen Eingreiftruppe gefordert. Staatschef Charles Taylor sagte, er würde die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe begrüssen.

UNO-Generalsekretär beobachtet die Erreignisse in Liberia mit Besorgnis.
UNO-Generalsekretär beobachtet die Erreignisse in Liberia mit Besorgnis.
In einer in Genf veröffentlichten Erklärung verlangte Annan vom UNO-Sicherheitsrat, die Stationierung einer gut trainierten und gut ausgerüsteten internationalen Truppe in dem westafrikanischen Staat zu beschliessen. Nur so könne eine grössere menschliche Tragödie verhindert werden.

Die Situation in Liberia sich selbst zu überlassen würde fürchterliche Konsequenzen haben - nicht nur für Liberia, sondern auch für andere Staaten der Region wie die Nachbarländer Sierra Leone und Elfenbeinküste, erklärte Annan.

Der UNO-Generalsekretär rief alle Konfliktparteien auf, sofort und bedingungslos den am 17. Juni vereinbarten Waffenstillstand einzuhalten.

Taylor sagte bei einer Pressekonferenz ausserhalb von Monrovia, die internationale Gemeinschaft müsse so schnell wie möglich handeln, um Truppen zu entsenden. Seine Regierung sei vor allem daran interessiert, das Problem in Zusammenarbeit mit Washington zu lösen.

Das Land an der afrikanischen Pfefferküste wird seit Beginn der 90er Jahre von einem blutigen Bürgerkrieg erschüttert. Am Dienstag vergangener Woche hatten Taylors Regierung und die beiden grössten Rebellengruppen des Landes ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das die Bildung einer Übergangsregierung ohne Beteiligung Taylors vorsieht.

Der Staatschef erklärte danach jedoch, er wolle weiter bis Januar 2004 im Amt bleiben, woraufhin die Kämpfe wieder aufgeflammt waren. Taylor ist wegen seiner Verstrickung in den Bürgerkrieg im Nachbarland Sierra Leone vor einem UNO-Tribunal dort wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.

(bert/sda)

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